Adieu analog? Digital Learning als Geschäftsmodell
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Adieu analog? Digital Learning als Geschäftsmodell

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Adieu analog? Digital Learning als Geschäftsmodell

January 16, 2017 Geoffroy De Lestrange

Die Gründe, warum Learning oft nicht effektiv ist, sind vielfältig. Zu der Praxisferne mancher Entwickler gesellen sich häufig falsche Inhalte, fehlende didaktische Ansätze und mangelnde Vorbereitungen. Dabei entscheiden Wissen und Kompetenz über den Erfolg eines Unternehmens. Wo also muss nachjustiert werden?

Die HR-Branche ist in Sachen Digitalisierung gegenwärtig mit einer Fußballmannschaft zu vergleichen, die in der ersten Spielhälfte bereits zwei Tore von den digitalen Medien kassiert hat. Der erste Treffer erfolgte zunächst über den rechten Flügel, über die Mittelfeldlinie des Recruitings hinweg, wo die gegnerischen Stream-Stürmer einen schönen Zuckerpass serviert bekamen und den Ball gekonnt über die hervorschnellenden Beine des Compliance-Verteidigers chippten. Daraufhin folgte der erste Abschuss, den der Personalchef als Keeper gerade nochmal auf der Linie parieren, jedoch nicht mehr festhalten konnte. Nachschuss folgte und das Runde wurde schließlich ins Eckige platziert. Doch statt sich nach diesem Patzer flexibler aufzustellen, versuchte die HR leider an der bisherigen Taktik festzuhalten und diese dafür nur umso offensiver umzusetzen. Dies führte letztendlich dazu, dass die Personaler auf dem Feld ihre Abwehr vernachlässigten und das gegnerische Team erneut bis in den Strafraum vorpreschte. Das Talent Management versuchte noch nach dem Ball zu stochern, den die Cloud führte, aber der Schiedsrichter wertete dies als Foul, woraufhin die Kontrahenten einen Freistoß erhielten und auch direkt verwandelten. 2:0 – Halbzeit! Ab in die Kabine und Teambesprechung.

Auf der LEARNTEC bereitet sich HR auf die zweite Halbzeit vor

Unter diesem Szenario muss man sich die anstehende Fachmesse in Karlsruhe vorstellen, die LEARNTEC. Sie ist die Kabine der Mannschaft, das Forum der HR. So wie es im Fußballsport, um den Sieg in der Champions League geht, ist die HR darauf angewiesen das Spiel in Sachen Learning und Digitalisierung nicht zu verlieren. Die LEARNTEC spezialisiert sich dabei auf die verschiedenen Aspekte von digitalem Learning. Auf 12.500 m² zeigen 240 Aussteller verschiedenste Angebote digitaler Lösungen in diesem Bereich. Auch die Experten von Cornerstone OnDemand werden als Coach auf der Veranstaltung vertreten sein. Auf der LEARNTEC dürfte erneut die Geschwindigkeit der Digitalisierung verhandelt werden, denn sie steigt permanent; für einige Unternehmen vielleicht zu schnell. So wie man auf dem Rasen unter einem Paradigmenwechsel auch mehr versteht, als nur ein wenig mehr Druck auf den Gegner zu machen und auf Abseits zu spielen, wird es im Bereich des digitalen Lernens nicht ausreichen, wenn man die analogen Strukturen einfach 1:1 in die Cloud überträgt. Leider verstehen viele Manager aber genau dies unter Digitalisierung. Dementsprechend bleiern fallen auch die Learning-Angebote für die Mitarbeiter aus.

In den USA bewegt sich Corporate Learning und Development seit längerem mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Digitalisierung – hierzulande hingegen sind die Unternehmen noch sehr zögerlich. Zwar bieten viele mittlerweile digitale Lernmodule an, doch diese sind nicht mehr als ein Server, auf dem PDFs zum Up- oder Download bereitgestellt werden. Als Grund für den zögerlichen Einsatz wirklich interaktiver Angebote nennen viele Unternehmen die Sorge, dass die Erfolge aus LMS (Learning Management Systems) nur schwer messbar seien und daher Vorsicht bei der weiteren Implementierung geboten sei. Die Studie Ein Leben lang digital lernen vom MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung hingegen weist in eine ganz andere Richtung und sieht die mangelnde Aufgeschlossenheit der Entscheidungsträger als wesentliches Hindernis für den Einsatz der neuen Technologien. Sie stellt deshalb fest, dass digitale Arbeitsformen dieser Art generell nur von einem kleinen Teil der befragten Organisationen langfristig und strategisch geplant werden. Dabei konnte das Institut auch in einer anderen Erhebung herausstreichen, dass Elearning weltweit mit zweistelligen Wachstumsraten aufwartet. Deutschlands HR-Branche hängt jedoch hinterher. Was also tun?

Blended Learning als Bestandteil des integrierenden Lernens

Die zuvor angeführte mangelnde Messbarkeit resultiert häufig aus einer uneinheitlichen Vernetzung der HR-Abteilungen. Natürlich wird sich nicht jeder Schritt in den digitalen Bereich übertragen lassen. Ähnlich sieht es beim Corporate Learning im großen Stil aus, wo es um eine optimale Mischung geht, sodass beide Seiten – die analoge wie auch digitale – miteinander harmonisieren und gemeinsam das Beste aus den Qualifikationen und Potenzialen der Belegschaft herausholen. Eine praxisnahe Lösung bietet hier Blended Learning, bei dem die Mitarbeiter Inhalte und Lernplattform selbst wählen können. Das integrierte Schulungskonzept Blended Learning vereint die Vorteile aus Präsenzveranstaltungen und E-Learning. Es kommt jedoch darauf an, dass das Learning strategisch mit der Performance sowie der Nachfolge- und Karriereplanung vernetzt wird, um einen aussagekräftigen Wertbeitrag zu messen, der über den üblichen „Nachweis erfolgreicher Teilnahme“ hinausgeht. Entscheidend ist, ob die aufgenommen Lerninhalte auch einen signifikanten Erfolg bringen und von den Mitarbeitern praktisch angewendet werden können. Hier sind vor allem Line-Manager in die Pflicht zu nehmen, da sie gemeinsam mit der HR aussagekräftige Kennzahlen entwickeln müssen, um den Wertbeitrag der Lernmodule messen zu können.

Wie solche Konzepte funktionieren können, zeigt YouTube bereits seit längerem. Hier ist Wissen jederzeit auf unterschiedlichsten Ausgabemedien abrufbar – und es gibt eine Vielzahl von Tutorials zu den verschiedensten Themen. Dabei geben Abrufzahlen und Like- bzw. Dislike-Buttons sowie Kommentarfunktionen ganz genau und in Zahlen wieder, wie die Videos bei den Usern ankommen. Ein weiteres Element des Erfolgs von Youtube an dieser Stelle ist der „Mitmach-Effekt“: Jeder kann selbst Tutorials erstellen und für andere Nutzer hochladen – auch dies ein Effekt, von dem viele Unternehmen im Bereich Corporate Learning heute nur träumen können. Genau deshalb ist YouTube auch der Kapitän der gegnerischen Fußballmannschaft. Doch zurück in die Kabine.

Wie Team HR sich gegen Team Digital aufstellen muss

Die LEARNTEC zeigt nämlich in diesem Jahr, dass die Zeit reif ist für Unternehmen, ihre tradierten Learning-Management-Systeme mit völlig neuen Ansätzen und Ideen zu modernisieren. Zudem bedarf es einer Neudefinition der Lern- und Entwicklungsinitiativen auf die Mitarbeiter. Eckpfeiler auf dem Weg dahin sind eine höhere Nutzerorientierung, Social Media-Ansätze, Gamification und intuitive Nutzeroberflächen, die von allen Stakeholdern im Unternehmen angenommen werden. Learning und Development muss sich neu aufstellen, mit allen wichtigen HR-Prozessen vernetzen und über messbare und transparente Bewertungsmechanismen verfügen.

So verdeutlicht es auch der Trainer in der Kabine. Während der Halbzeit nimmt er die Jungs ins Gebet und verwandelt deren Resignation in Kampfgeist. In einer ähnlichen Trainerrolle sieht sich auch Cornerstone OnDemand. Der Talent-Management-Softwarespezialist hilft Unternehmen beim Einzug in die Champions League des Learning.

Einen Vorgeschmack gibt hier schon das neue Whitepaper Future People: The Power of Learning in the Age of Digital Transformation, das in Zusammenarbeit mit dem IDC-Institut entstanden ist und die Learning-Konzepte von morgen beleuchtet. Die Erhebung zeigt, dass Training und Weiterbildung der Mitarbeiter an zweiter Stelle nach dem Recruiting den wichtigsten Platz einnehmen, wenn man HR-Verantwortliche (30 Prozent) und LOB-Manager (32 Prozent) nach den zentralen Aufgaben des Personalwesens befragt. Daher sollten Unternehmer die Thematik nicht weiter hinauszögern, denn selbst wenn man es noch auf ein Unentschieden schafft, geht es in die Verlängerung. Und niemand im Team will es auf ein Elfmeterschießen ankommen lassen. Wer die Auswertung in der praktischen Anwendung sehen will, der kann sich jederzeit gerne das Spiel bei Cornerstone live ansehen.

Anpfiff ist am Dienstag, 24. Januar um 10:00 Uhr Uhr am Info-Pavillon D 51.

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