Cross Corporate Learning: Vom Ich zum Wir
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Cross Corporate Learning: Vom Ich zum Wir

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Cross Corporate Learning: Vom Ich zum Wir

March 20, 2017 Geoffroy De Lestrange

Lernen bedeutet auch immer den Horizont zu erweitern. Warum sollte dies nicht auch für die Unternehmenswelt gelten? Ist das Thema Learning als elementarer Bestandteil der Personalförderung vielleicht zu wichtig, um von einer Organisation alleine getragen zu werden? Wie können sich Organisationen vielleicht sogar zusammentun, um attraktive Learning-Angebote zu entwickeln?

Auf der LEARNTEC wurde jüngst der neueste Trend vorgestellt: Cross Corporate Learning. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das unternehmensübergreifend funktioniert, indem Firmen, die durch Wertschöpfungsketten miteinander verknüpft sind, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam an Projekten zur Mitarbeiterförderung arbeiten. Besonders mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern können von diesem neuen Konzept profitieren, wenn sie im Bereich Learning die Kollaboration mit anderen Unternehmen anstreben, um die Trainings für ihr Personal zu optimieren – auch mit jenen von der Konkurrenz. Klingt abstrakt, aber genau deshalb werden wir uns mit dem Thema befassen.

Cross Corporate Learning ist eine äußerst neue Entwicklung, die in Deutschland bisher noch kaum erprobt wurde. Selbst Cross-Cultural Learning hat sich noch nicht richtig etabliert, umso frischer wirkt die Idee, dass sogar Unternehmen aus verschiedenen Branchen beim Learning zusammenarbeiten können. Bisher hat nur das Institut für sozialwissenschaftliche Forschung in München eine Studie für die deutsche Unternehmenslandschaft zu der Thematik herausgegeben.

Bessere Bindung innerhalb der Wertschöpfungskette

Die Idee, dass Unternehmen bei der Förderung ihrer Belegschaft zusammenarbeiten, mag in der Tat ein wenig exotisch anmuten. Häufig bieten sich jedoch vorteilhafte, partnerschaftliche Kooperationen im Bereich Learning an, wenn zum Beispiel die Mitarbeiter aus einem festen Zuliefererbetrieb mit den Kollegen aus dem Endfertigungsbetrieb agieren sollen. Die Studie berichtet von ersten Anwendungen in der Schwerindustrie, wo sich eine besonders eng verzahnte Wertschöpfungskette findet.

Denn durchs Cross Corporate Learning können Erfahrungen aus beiden Firmen eingebracht und Szenarien entwickelt werden, mit denen sich bisherige Grenzen überwinden lassen, wie interne Unternehmensblindheit oder inkohärente KPIs. Gleichzeitig werden Kosten und Ressourcen eingespart, wenn Unternehmen sich die Content-Creation aufteilen und gemeinsam zu Nutze machen. Die Formen der Zusammenarbeit können dabei auf ganz unterschiedliche Art und Weise zustande kommen.

  • Aus geographischer Sicht bietet sich eine Kooperation unter dem Dach der Handelskammern an.
  • Aus industriespezifischer Sicht können sich Zusammenschlüsse über Interessensgemeinschaften ergeben.
  • Aus arbeitstechnischer Sicht ist vor allem eine Kollaboration unter den Gewerkschaften anzustreben.

Auch konkurrierende Unternehmen können in einigen Fällen ein Interesse daran haben, ihr Personal gemeinsam zu schulen, um das Beste aus den Belegschaften herauszuholen. Ein Fall könnte zum Beispiel das Erreichen von bestimmten Qualitätsstandards sein; Restaurantketten oder Gastronomiebetreiber könnten so für ihre Mitarbeiter gemeinsame Hygienetrainings konzipieren, da alle Parteien ein Interesse daran haben, dass diese Standards erfüllt werden. Doch nicht nur der einzelne Mitarbeiter wird bei seiner Förderung auf diese Weise gleich von zwei Seiten unterstützt, sondern auch Schwachstellen in der Learning-Infrastruktur können so ausgelotet und korrigiert werden. So kann das eine Unternehmen womöglich mit einem viel besseren Support aufwarten, während die andere Organisation Lösungen rund um Predictive Learning anbieten kann und so nachhaltig die Performance der anderen Belegschaft verbessert. Dadurch steht einer zukünftigen Zusammenarbeit in allen Wirtschaftszweigen nicht viel im Wege, weil der Wissensaustausch zielgenau stattfindet.

Schmieden Sie eine Allianz des Lernens

Am Ende bleibt aber die Frage, wer solchen Firmen eine Plattform bereitstellt, wo die Unternehmen sowohl ein Cross Corporate Learning durchführen können, wie auch weiterhin spezielle Trainings nur für ihre eigenen Angestellten. Cornerstone bietet mit seinen Lösungen im Bereich Learning und Onboarding ein Portal im Hintergrund, welches verschiedene Definitionen für die jeweiligen Anwendungen zulässt. Eine holistische Lösung mit individuellen und praxisnahen Tools, um ein kohärentes LMS zu implementieren und dauerhaft zu nutzen.

Denn am Ende entwickelt das jeweilige Unternehmen nicht nur seine Mannschaft weiter und verhilft ihr zum Blick über den eigenen Tellerrand, sondern stärkt über Cross-Corporate Learning zudem die Bindung zwischen Kunden und Partnern. Hier spricht man von sogenannten Learning Alliances. Und nicht selten erwachsen aus diesen Ansätzen neue Synergieeffekte und Projekte. Denn warum sollte sich der Wissenstransfer nur innerhalb der eigenen vier Firmenwände abspielen? Häufig kommen die verschiedenen Abteilungen in einer Firma nicht miteinander aus, weil ihre Arbeitstechniken zu weit auseinanderdriften und man sich zu wenig kennt. Noch größer sind die Gräben dann zwischen den Abteilungen von zwei gänzlich eigenständigen Unternehmen.

Eine Learning Alliance hilft besonders den mittelständischen Unternehmen, die sich eventuell keine eigene Cloud-gestützte Learning-Architektur leisten können. Gleichzeitig können durch die gemeinsame Personalförderung Prozesse weiter standardisiert werden und so die Betriebsabläufe entscheidend beschleunigt werden.

Solche Trainings-Partnerschaften bilden auch unter dem Gesichtspunkt des demographischen Wandels eine nicht zu unterschätzende Komponente. Am Ende sollte es heißen: Vom Ich zum Wir!

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