Das Talent Management schlägt zurück: Was wir von Star Wars über HR lernen können
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Das Talent Management schlägt zurück: Was wir von Star Wars über HR lernen können

Talent Management

Das Talent Management schlägt zurück: Was wir von Star Wars über HR lernen können

May 04, 2016 Sascha Grosskopf

„May the Force be with you“ lautet im Original der bekannteste Slogan der berühmten Star Wars-Saga. Darauf anspielend haben Fans den Spruch in „May the Fourth be with you“ umgewandelt; seitdem ist der 4. Mai der offizielle Star Wars-Day und wird in den USA zelebriert. Das Märchen um den Krieg der Sterne ist nicht nur ein Phänomen, sondern auch das erfolgreichste Franchise aller Zeiten. Bis heute begeistert es Millionen Menschen rund um den Globus und regt sogar Wissenschaftler an, die Philosophie der Jedi-Ritter zu deuten. Erst vor kurzem erschien der siebte Spielfilm der Sternensaga auf DVD und Bluray. Die nunmehr sieben Episoden sollen uns daher als Grundlage dienen, um den Schlüssel zum Verständnis der Macht auch auf das Talent Management zu übertragen. Denn Konflikte und Tragödien finden nicht nur in einer Galaxie weit, weit weg statt − sondern auch gegenwärtig in den Personalabteilungen vieler Unternehmen:

Episode I: Verknöchertes Denken als dunkle Bedrohung

Viel Du noch zu lernen hast“, sprach der weise Meister Yoda, als er seinen ehemaligen Schüler Count Dooku im Lichtschwertduell besiegte. Der abtrünnige Jedi hatte zuvor noch kühn behauptet, dass er mittlerweile mächtiger geworden sei als jeder andere seiner Ordensritter − wurde aber von seinem alten Mentor rasch eines Besseren belehrt. Yodas Tadel ist nicht nur treffend für verkrustetes Denken im alten Jedi-Orden, sondern findet sich so auch häufig in unserem Alltag. Denn Dynamik und Innovation basieren auch auf der Bereitschaft der Menschen, stetig an sich selbst zu arbeiten, neue Herausforderungen anzunehmen und so Entwicklungen anzustoßen. Anders als Dookus Annahme, hat man in Wahrheit nämlich niemals ausgelernt. Die Digitalisierung katalysiert diesen Prozess zusätzlich und macht es fast unmöglich sich von der globalisierten Welt auszusperren. Dies führt auch direkt zum zweiten Punkt.

Episode II: Angriff der IT-Spezialisten

Antiquierte Waffen können es eben nicht mit einer guten Laserkanone aufnehmen!“, knurrte Han Solo an Bord des Millennium Falcons. Der kantige Raumpilot machte diese Bemerkung, als er dabei zuschaute wie Luke Skywalker erstmals den Umgang mit dem Lichtschwert übte und es ihm dabei nicht gelang, Laserschüsse aus einem Projektil zu parieren. Etwas peinlich für den jungen Jedi-Azubi, aber der technologische Fortschritt findet sich eben nicht nur in Sci-Fi-Filmen, sondern auch im heutigen Berufsleben. Das Thema Digitalisierung in HR ist daher ebenso ein sprichwörtlicher Dauerbrenner wie ein eingeschaltetes Lichtschwert − viele Recruiting-Systeme stammen dabei gefühlt aus grauer Vorzeit und werden höchstens noch von den Jawas in Mos Eisley verramscht. Heute eröffnen People Analytics und Cloud-Technologien den Personalern völlig neue Chancen, unbekannte Potenziale zu erschließen und neue Welten zu entdecken. Vielfach kommt die Technologie aber noch nicht zum Einsatz − in anderen Fällen wird sie auch einfach nicht optimal genutzt. Dies trifft auch auf das Lichtschwert zu, das es in den richtigen Händen sehr wohl mit jeder Schusswaffe aufnehmen kann. Dazu mehr im nächsten Punkt.

Episode III: Die Rache der Recruiter

Die Augen können Dich täuschen. Traue ihnen nicht!“, dozierte Obi-Wan Kenobi in der gleichen Szene. Er motivierte Luke dazu, sich zu konzentrieren, sein Denken auf das Hier und Jetzt zu richten. Am Ende sollte er sogar mit geschlossenen Augen die Laserschüsse abwehren und sich dabei ganz auf die Macht einlassen. Obi-Wan entschärft damit Hans zynische Bemerkung ein wenig, denn obgleich der technologische Wandel zwingend notwendig ist (die Jedi nutzen mit dem Lichtschwert selbst ein sehr futuristisches Gerät), ist es für den Erfolg am Ende entscheidend, die rechte Balance zu finden. Einerseits empirische Daten aus der Informatik und andererseits eine Besinnung auf die Ziele des Unternehmens. Häufig kollidieren Ansprüche der Firma an die Bewerber mit dem eigenen Unternehmensprofil, weil subjektive Entscheidungen der Recruiter den eigentlichen Firmenzielen im Weg stehen. Anonyme Bewerbungsverfahren sind hier beispielsweise eine gute Lösung, um datenbasierte und objektive Personalentscheidungen zu treffen. Der persönliche Eindruck entsteht dann im Vorstellungsgespräch.Im Falle von Star Wars wurden auf diese Weise sogar die Klonkriege entschieden: Die Klontruppen der Republik waren der Droidenarmee der Separatisten überlegen, da sie durch die modernen Klonzentren ebenso schnell reproduzierbar waren, aber als Menschen im Gegensatz zu den programmierten Roboter-Soldaten auch kreativ denken und eigene Strategien entwickeln konnten.

Episode IV: Eine neue Hoffnung auf bessere Kommunikation

„Er ist über alle Maßen kritisch, er hört mir nie zu, er versteht einfach nicht! ... Er lässt mich nicht weiterkommen!“, mokierte einst Lukes Vater, Anakin Skywalker. Er fühlte sich während seiner Ausbildung stets missverstanden, in seinem Talent ausgebremst und glaubte schließlich, dass die Sith ihm helfen würden. Mangelnde Empathie durch seinen Lehrer sowie Anakins unterdrückte Wut waren die wesentliche Punkte, die ihn später zur dunklen Seite der Macht und damit zur Konkurrenz trieben: Er mutierte zum Sith-Lord Darth Vader. Überall in unserer heutigen Welt finden sich diese kleinen Skywalkers. Teammitglieder − ob einfacher Sachbearbeiter oder Projektleiter − werden bei falscher Personalstrategie nicht nur weit unterhalb ihrer Potenziale und Möglichkeiten agieren, sondern laufen auch Gefahr, das Unternehmen aus eigenem Antrieb zu verlassen, weil sie hoffen sich in einer anderen Firma besser verwirklichen zu können. Ein Mangel an offener und ehrlicher Kommunikation ist der entscheidende Grund, warum Mitarbeiter sich nicht mehr mit ihrem Arbeitgeber identifizieren und „innerlich kündigen“. Daher sollte jede Personalstrategie darauf bedacht sein, ob sie lieber einen Anakin Skywalker behalten oder am Ende einen Darth Vader heranzüchten wollen. Wie dieser sich schließlich in seinem neuen Arbeitsumfeld aufführte, erklärt der nächste Punkt.

Episode V: Schlechte Führung schlägt auf Mitarbeitermotivation zurück

„Vielleicht finde ich die geeigneten Mittel, Sie noch mehr anzuspornen…“, drohte Darth Vader dem befehlshabenden Kommandeur an Bord des Todessterns gegenüber seiner Mannschaft, weil die Raumstation noch nicht fertiggestellt war. Vader war dafür gefürchtet, Fehler seiner Offiziere überaus harsch zu ahnden und löste stets Ängste unter der Besatzung aus, sobald er an Bord kam − denn wer ihn enttäuschte, endete häufig als Bantha-Futter. Kurz gesagt: Darth Vader ist kein Teamleader. Und auch in der Arbeitswelt gibt es immer wieder Vorgesetzte, die Motivation mit extremen Leistungsdruck verwechseln. Das Ergebnis: Gestresste, unmotivierte Mitarbeiter und eine vergiftete Arbeitsatmosphäre, in der sich viel entwickeln kann, nur keine neuen Ideen. Langfristig führt diese Vorgehensweise dazu, dass Mitarbeiter ausbrennen und aus dem Unternehmen scheiden, was wiederum mit hohen Kosten auf verschiedenen Ebenen verbunden ist. Diese schmerzvolle Erfahrung musste auch Vader machen, als der Todesstern durch den Angriff der Rebellen kurz vor der Zerstörung stand. Alle Besatzungsmitglieder retteten sich und keiner nahm noch Kenntnis vom dunklen Lord, weil sie ihm nur aus Zwang Gehorsam gezollt hatten − nicht aus Überzeugung.

Episode VI: Die Rückkehr der People Analytics

Alles entwickelt sich so wie ich es voraus gesehen habe…“, resümierte Imperator Palpatine immer kaltschnäuzig. Der finstere Sith-Großmeister hatte vielleicht auch allen Grund dazu: Aufgewachsen als Sohn einer Patrizierfamilie auf dem kleinen Planeten Naboo mauserte er sich rasch zum Senator im Intergalaktischen Senat und wurde später zum Herrscher des Imperiums. Eine steile Karriere, doch worin lang Palpatines Geheimnis? Er verstand es den Blick für das große Ganze zu behalten und baute jeden Schritt in seinem Leben als Wegmarke zum angestrebten Ziel aus. Vielleicht bediente er sich der People Analytics, um in der Flut an Informationen nicht zu ertrinken. Durch diese datenbasierte Verhaltenswissenschaft gekoppelt mit Motivationspsychologie ist es möglich, empirische Analysen über die internen Betriebsabläufe auszuwerten. Das Verfahren ermöglicht es Unternehmen, Kommunikationsprobleme zu lokalisieren, die Betriebsabläufe zu entschlacken und so indirekte Kosten einzusparen − von der besseren Bindung der Mitarbeiter ganz zu schweigen. Mit People Analytics lässt sich sogar vorhersagen, welche Mitarbeiter in welchen Stellungen das Unternehmen aus welchen Gründen verlassen. Dies macht es möglich, optimierte Entwicklungsprofile auf die Mitarbeiter zuzuschneiden und diese damit eng ans Unternehmen zu binden. Mit diesen Techniken schaffte Palpatine es als Imperator sogar ein ganzes Universum zu beherrschen, ohne den Überblick zu verlieren.

Episdoe VII: Das Erwachen des Teamgeistes

Möge die Macht mit uns sein!“, verkündete Admiral Ackbar vor dem unmittelbaren Angriff auf den Todesstern. Die Rebellen stellten sich trotz ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit dem Imperium, weil sie von ihrer Mission für die Freiheit überzeugt waren. Was als Himmelfahrtskommando begann, wurde zum Wendepunkt im Galaktischen Bürgerkrieg. Eine Vision mit klarer Zielsetzung ist nicht nur der direkte Weg zum Erfolg, sondern auch ein Magnet für das Team und zukünftige Anwärter als Mitstreiter der Besatzung beizutreten − und für diese Werte zu kämpfen und einzustehen. Ein gemeinsamer Wertekanon ist daher die beste Basis, um an einem Strang zu ziehen und optimierte Ergebnisse zu erzielen − auch in scheinbar ausweglosen Situationen. Denn so konnte das Imperium am Ende besiegt werden.

Wer sich an diese Lehren aus der Space Opera hält, wird den Verführungen der dunklen Seite des Talent Managements widerstehen können. Die Arbeitswelt ist wie das Galaktische Imperium und jedes Unternehmen eine Bastion der Rebellen Allianz. Es bleibt dem Management vorbehalten, ob es sich vom Imperium schlucken lässt oder für die gerechte Sache eintritt und das Team zum Erfolg führt. In diesem Sinne: Möge die Macht mit euch sein.

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