Der digitale Wandel im Arbeitsalltag with(out) Robots
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Der digitale Wandel im Arbeitsalltag with(out) Robots

Future of Work

Der digitale Wandel im Arbeitsalltag with(out) Robots

October 03, 2016 Sascha Grosskopf

Er ist neben dem Alien das beliebteste Motiv im Metier der Science-Fiction: Der Roboter. Ob als mechanisches Helferlein oder als metallene Bedrohung, der die Menschheit auslöschen will – die humanoiden Cyborgs mussten schon für so manche Zerstörungsfantasie der Menschen herhalten. In „Matrix“ sind sie gutgekleidete Gentlemen mit Sonnenbrillen und in „Terminator“ lösen sie ihre Konflikte mit wenigen Worten und viel Gewalt, Probleme werden dort einfach terminiert; Herausforderungen wie mathematische Gleichungen aufgelöst. Die Utopie, irgendwann von der künstlichen Intelligenz ersetzt zu werden ist dabei keine Erfindung von irgendwelchen B-Movies oder der Schundliteratur, sondern entstammt einer urmenschlichen Angst, die spätestens mit der Erfindung der Dampfmaschine ihren Anfang nahm. Wann ist die Maschine dem Menschen überlegen?

Wie der Computer den Kollegen ersetzen könnte

Dass es in der Tat futuristisch anmutende Technologien gibt, die unser Leben entscheidend beeinflussen, ist heute keine Theorie mehr. Die großen Technologiekonzerne wollen dort mit lernenden Maschinen und Systemen so viele Arbeitsprozesse wie möglich automatisieren. Der Mensch wird sich also letztendlich dem Computer anpassen müssen.

Dabei gibt es gar keinen Grund Angst zu haben; bloß ein Grund für Frustration sei angebracht. Denn im Moment sind Computer uns nur in der Berechnung von Daten überlegen – in allen anderen Bereichen sind selbst die jüngsten Küchenroboter mehr ein alberner Gag auf Cocktailpartys. Und selbst in jenen Bereichen, wo es entsprechendes Potenzial gibt, wie im Management, wird die digitale Transformation immer noch verschleppt. Dies mag viele Gründe haben. Einer von ihnen ist die mangelnde Verzahnung zwischen IT und HR. Solange jene Hemmschwelle nicht überwunden wird, braucht man erstmal keine Angst zu haben, dass bald ein Cyborg auf dem Bürostuhl neben Ihnen Platz nimmt. Doch woher kommt dieses ganz und gar menschliche Problem, das den technologischen Wandel ausbremst?

HR und IT arbeiten zu wenig miteinander

Die meisten Studien untersuchen lediglich den technischen Reifegrad der Digitalisierung, selten aber die Akteure des Wandels. Dabei gibt dies zum Teil gerade Aufschluss darüber, weshalb an so vielen Stellen immer noch Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung vorherrscht. Das neue Whitepaper, das von Cornerstone OnDemand zusammen mit dem IDC-Institut aus der Studie „Future People“ in Auftrag gegeben wurde, hat nun eben jene Schnittstellen zwischen IT und HR weiter untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass die meisten IT-Manager unzufrieden mit der Rolle des Personalmanagements sind, dabei stellen IT-Investitionen im HR-Bereich immer noch eine Seltenheit dar.

47 Prozent der IT-Manager nennen dabei Prozesse aus dem Personalwesen als Quelle für ihre Frustrationen. 44 Prozent von ihnen fühlen sich sogar nicht richtig unterstützt vom Management. Gleichzeitig wird unter dem Blickpunkt des Human Capital Managements, welche die administrativen Abläufe rationalisiert, relativ wenig in die IT investiert. Diese mangelnde Verkoppelung und aufkeimende Entfremdung können als wesentliche Gründe gelten, warum es in der Maschinerie der Digitalisierung immer noch quietscht.

Mensch und Maschine: Kooperieren oder Konkurrieren?

Damit ein reibungsloser Wandel von statten gehen kann, muss der Ansatz der Zukunft lauten, die HR endlich als strategischen Partner zu betrachten statt ihn als Verwalter administrativer Aufgaben abzukanzeln. Dazu müssen Verantwortliche aus der IT eine Kommunikation mit den HR- und LOB-Managern anstreben. Dies allein würde viele Prozesse bereits vereinfachen. Zum Beispiel wird der IT häufig bescheinigt, nicht genug zur digitalen Transformation beizutragen; dies ist aber genauso häufig ein kausaler Fehltritt. Das Whitepaper der IDC-Studie demonstriert, dass die HR lediglich zu diesem Ergebnis kommt, weil die KPIs nicht stringent genug an den angestrebten Zielen ausgerichtet sind. Dadurch beschränkt sich die IT-Entwicklung dann auch nur auf ihre eigene Umwelt statt zusammen mit dem Personalmanagement eine ganzheitliche Lösung ins Auge zu fassen.

Aber auch die HR muss ihre Einstellung zum Thema Digitalisierung ändern. Nur wenige Personaler haben überhaupt eine digitale Teilstrategie erarbeitet, welche konkrete Ziele und Projekte umreißt. Ein Grund dafür liegt in der falschen Selbstwahrnehmung, welchen Beitrag das Personalmanagement für das Unternehmen in dieser Thematik beisteuern sollte. HR-Verantwortliche schätzen ihre Aufgaben ganz anders ein als es die IT tut. So halten die Personalentscheider z.B. kontinuierliches Lernen oder optimierte Rekrutierungsprozesse für entsprechende Themen, deren Bedeutung durch die Digitalisierung am meisten zunehmen wird. Dagegen kommt es nach Meinung der IT mit Hinblick auf das Personalwesen wesentlich mehr auf die Entwicklung von Change Management und die Einführung von Kollaborationsplattformen für virtuelle Führung an.

Gemeinsam den digitalen Wandel meistern

Mit Blick auf die Zukunft der Arbeitswelt ist auf diese Art und Weise auch gesichert, dass die mit der Digitalisierung einhergehende Roboterisierung und daraus neu resultierende Form der künstlichen Intelligenz nicht den Menschen als Mitarbeiter verdrängen wird. Stattdessen würde solch ein Lösungsansatz dazu führen, dass all diese Prozesse gemeinsam wachsen und natürlich die Arbeitswelt des Menschen ändern, aber sie nicht abschaffen werden. Die häufig verbreitete Meinung, dass der Mensch also irgendwann durch fremde Technologien ersetzt werden würde, ist demnach reine Angst vor der Zukunft und entbehrt jeglicher Grundlage. Denn eines haben uns die ganze Dystopien aus Filmen und Bücher doch gelehrt: Am Ende waren es doch immer die Maschinen, die den Menschen gesucht haben, weil sie lernen wollten, was es heißt zu fühlen und zu empfinden. Die künstliche Intelligenz zwängt sich demnach also nicht in unser Leben, sondern wird viel mehr von uns domestiziert. Jüngstes Beispiel dafür sind die angepeilten Zustellroboter, die bald durch unsere Städte flitzen werden. Maschinen erleichtern mit jeder neuen Entwicklung also unseren Alltag und versuchen ihn nicht zu zerstören. In diesem Sinne sollten auch HR und IT, so wie Mensch und Maschine besser zueinander finden.

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