Deutschland sucht den Super-Recruiter!
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Deutschland sucht den Super-Recruiter!

July 04, 2016 Geoffroy De Lestrange

Der griechische Philosoph Heraklit sagte einmal, dass nichts so beständig sei wie der Wandel. Diese Mahnung gilt für alle Aspekte des Lebens – auch für die Arbeitswelt. Erinnern wir uns doch mal wie das klassische Arbeitsverhältnis vor Urzeiten begann. Zu Heraklits Zeiten, in der Antike, gab es noch den Sklaven und seinen Herrn, der bedingungslos über seinen Untergebenen verfügen durfte. Erst im Laufe der Jahrhunderte sattelten Adel und Bürgertum schnell auf das rentablere Feudalsystem um. Nun unterhielt man Leibeigene und Knechte, denen man ein Stück Land zum Beackern zur Verfügung stellte und für diese Arbeit entlohnte. Zugegeben: Unter miserablen Bedingungen. In der Industrialisierung entwickelte sich schließlich die etablierte Arbeiterschaft. Das Proletariat und die ersten Gewerkschaften formierten sich. Das Ergebnis waren faire Löhne, Arbeitsschutznormen sowie Sozialversicherungen. Die Geschichte zeigt uns damit eindeutig, dass der Sog der Zeit auf Seiten der Arbeitnehmer liegt und die Arbeitgeber immer mehr ihre Vormachtposition einbüßen. Nie hatten Beschäftigte so viele Freiheiten und so viele Rechte wie heute. Im 21. Jahrhundert sind es die Talents und Bewerber, die den Ton angeben.

Recruiter als Brücke zwischen Bewerbern und Unternehmen

Denn nicht nur der demographische Wandel, sondern auch ihre Umwelt haben vor allem die jüngste Generation sensibler und skeptischer gegenüber potenziellen Arbeitgebern gemacht. Frühverrentung, Kurzzeitarbeit oder Massenentlassungen – das haben oft die Eltern dieser Kandidaten durchgemacht. Dementsprechend niedrig ist die Identifikation mit den Unternehmen, die Ansprüche hingegen umso höher. Daher ist es für jede Firma wichtig, diese jungen Aufsteigern nicht nur für ihre Geschäftsziele zu begeistern, sondern sie auch langfristig zu binden. Die Verantwortung liegt hier bei den Recruitern, denn sie stellen die Brücke zwischen Bewerber und Unternehmen dar. Doch sie sind auch viel mehr. Recruiter sind heutzutage Marketiers, Verkäufer, Projektmanager und Botschafter der Gleichberechtigung.

  • Marketiers, weil Jobs heute proaktiv beworben werden müssen und die Beziehung zum Bewerber über verschiedene Kanäle (Soical Network, Stellenbörse etc.) erst aufgebaut und gemanagt werden muss. Jede ausgeschriebene Stelle ist damit als Paket zu betrachten, das es zu vermarkten gilt.
  • Verkäufer, weil HR immer werblicher wird und Bewerber als Kunden verstanden werden müssen. Recruiter müssen daher ihre Maßnahmen entlang der Ansprüche ihrer Kunde ausrichten. Jede ausgeschriebene Stelle ist damit auch ein Produkt, welches beworben werden muss.
  • Projektmanager, weil der neueingestellte Mitarbeiter erst eingebunden und noch entwickelt werden muss. Dies erfordert ein aktives und zielgerechtes Management von den Erwartungen des Kandidaten. Recruiter funktionieren in diesem Onboarding-Prozess somit als Markenbotschafter zwischen Bewerber und dem Unternehmen.
  • Botschafter der Gleichberechtigung, weil sie auch Potenziale in unterschätzten und häufig übergangenen Bewerbergruppen wie älteren Menschen erkennen müssen. Diese besitzen im Gegenzug eine große Motivation und der Recruiter sorgt zusätzlich dafür, dass das Nachhaltigkeitsprinzip des Unternehmens nicht nur behauptet, sondern auch gelebt wird.

Viele Prozesse – viele Möglichkeiten

Aber warum nur in die Ferne schweifen? Gute Recruiter erkennen gleichzeitig die Chancen von internen Bewerbungen, denn für das eigene Unternehmen gilt es, auch die jungen Nachwuchskräfte zu fördern und so bei der Firma zu halten. Das Schlüsselwort heißt in diesem Fall Employer Branding. Denn der Aufbau und die Pflege einer starken Unternehmermarke zieht wie an Magnet an Bewerbern und Mitarbeitern zugleich. Im Kampf um die besten Bewerber sollten erfahrende Recruiter dabei nicht mal das Mitarbeiterengagement außer Acht lassen, denn auch die eigenen Angestellten sind Touchpoints mit der Unternehmensmarke und können als positive Botschafter eingesetzt werden. Dies kann über klassische Mundpropaganda und Empfehlungen geschehen, aber vor allem soziale Netzwerke eröffnen hier völlig neue Horizonte. Die Königsdisziplin für erfolgreiches Recruiting ist aber das Predictive Hiring. Bei diesen Vorhersagen handelt es sich jedoch nicht um den Blick in eine Glaskugel oder obskuren Voodoo-Zauber, sondern um eine Prozessanalyse, welche Prognosen liefert, wohin sich ein Kandidat oder Mitarbeiter in der Zukunft entwickeln wird. Angefangen bei Fragebögen bis hin zu cloud-basierten Lösungen im Bereich Big Data können so Vorhersagen über die Talents angestellt werden. Moderne HR-Systeme summieren dabei all diese Prozesse von der Einstellung bis zur Nachfolgeplanung. Nur so können transparente Recruiting-Abläufe entstehen, welche die unterschiedlichen Entwicklungsstadien verwertbar machen. Das Ziel sollte am Ende nicht nur die Aufnahme des richtigen Kandidaten sein, sondern auch die Reduzierung von Abgängen, mehr interne Mobilität und eine dezidierte Nachfolgeplanung. In der jüngsten IDC-Studie hat Cornerstone OnDemand aber gerade in dem Aspekt der Digitalisierung Nachholbedarf festgestellt. Wenn man Heraklits Gleichnis wieder aufgreift, so wird das Recruiting und damit der Kampf um die besten Mitarbeiter nicht mehr auf dem Schreibtisch mit Stift und Tinte, sondern virtuell und digital ausgefochten. Dieser Kampf findet jedoch nicht in irgendeiner intergalaktischen Zukunft statt, sondern bereits hier und jetzt im 21. Jahrhundert. Viele Recruiter haben es zwar bereits bemerkt, doch die IDC-Studie zeigt, dass ein konservatives Management die Umsetzung einer digitalen Unternehmensstrategie häufig ausbremst. Dabei muss jedes Unternehmen selbst entscheiden, ob es am Ende auf der richtigen Seite der Geschichte stehen will.

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