Fünf Fragen, die Sie beantworten müssen, um dem HR-Albtraum zu entrinnen
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Fünf Fragen, die Sie beantworten müssen, um dem HR-Albtraum zu entrinnen

Talent Management

Fünf Fragen, die Sie beantworten müssen, um dem HR-Albtraum zu entrinnen

August 29, 2016 Sascha Grosskopf

In einem unserer letzten Beiträge haben wir uns mit gefälschten Lebensläufen beschäftigt. Als Beispiel führten wir den prominenten Fall um die Bundestagsabgeordnete Petra Hinz an, die offenbar dreißig Jahre lang ihr gesamtes Umfeld getäuscht und ein Doppelleben geführt hat wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Da der Schwindel aber aufgeflogen ist und die Dame sich sehr viel Zeit mit ihrem Rücktritt lässt, saugt sie so den deutschen Steuerzahler aus wie einst Graf Dracula unschuldige rumänische Matroschkas. Dieser erneute metaphorische Vergleich aus der viktorianischen Horrorliteratur soll nun genutzt werden, um auf eine andere unheimliche Herausforderung im Personalmanagement einzugehen.

Tatsächlich wandeln mehr Untote durch unseren Alltag als wir wahrnehmen. Im Originalroman sah Dracula schließlich auch viel unscheinbarer aus als Hollywood ihn später darstellte – im Buch konnte der Graf sich sogar tagsüber ungestört durch London bewegen, wenn auch in seinen Fähigkeiten geschwächt und eingeschränkt, da nach Aussagen des Parapsychologen Abraham van Helsing der Vampir ein nachtaktives Wesen sei, der die Sonne lediglich meidet, aber nicht von ihr getötet werden kann. Die Untoten des 21. Jahrhunderts jedoch sind keine Vampire, sondern rückständige Technologien, die sich schon selbst überlebt haben und dennoch unter uns wandeln. Nirgendwo trifft dieses Szenario besser zu als in der Arbeitswelt, was nicht nur viele Kollegen im Büro den Glauben verlieren lässt, sondern auch zukünftige Mitarbeiter abschreckt. Dabei stellt die Digitalisierung ein ähnlich erfolgreiches Mittel für diesen technologischen Rückschritt dar, wie Weihwasser gegen Dracula und seine dämonischen Bräute.

Viele Unternehmen, besonders im Mittelstand, verschleppen nämlich das wichtige Umrüsten jedoch als würden sie an die Chancen und Potenziale des digitalen Wandels ebenso wenig glauben wie an die lebenden Toten – womit sie lediglich im letzteren Fall recht hätten. Dabei ist der Wandel nicht nur für die vierte industrielle Revolution notwendig, sondern auch eine Grundvoraussetzung, um ganz allgemein in unserer sich immer schneller drehenden Welt mithalten zu können. Das erkannte sogar der finstere Karpatenfürst auf seinem einsamen Schloss. Auch wenn Ihnen der Schauerroman aus der Feder von Bram Stoker nicht bekannt ist, so dürften Sie die Geschichte vom blutsaugenden Grafen doch in Grundzügen kennen, wie er den englischen Handelsvertreter Jonathan Harker auf sein Anwesen bittet, um mit dessen Hilfe Siebenbürgen zu verlassen und nach London zu reisen, wo er sich in einer verlassenen Kirche neu niederlassen will. So spielen auch bloß der Eingang und das Finale der Handlung im düsteren Transsylvanien, der Löwenanteil der Geschichte dagegen vornehmlich in der britischen Hauptstadt. Dabei wurde aber nie wirklich erklärt, warum Dracula sein Schloss verlässt und auch in den unzähligen Verfilmungen bleiben seine Motive schwammig. Literaturexperten interpretierten den Stoff dahingehend, dass in der Heimat des Grafen das Blut schöner Jungfrauen langsam zur Neige ging und er sich deshalb etwas einfallen lassen musste. Das Umland von Moldawien hatte seinen Reiz verloren und war zu einem unrentablen Standort verkommen – am Ende besaß Dracula nicht mal einen Diener, wie der unselige Jonathan Harker erst zu spät bemerkte, als der Graf ihn zu seinem neuen Handlanger machen wollte. Dracula liefen also schon die Fachkräfte weg. Daher klemmte sich der Fürst der Finsternis seinen Sarg unter den Arm und bestieg in Varna ein Schiff nach England, um sich dort an den jungen Londoner Girls zu vergehen. Dracula wusste eben, wann man mit der Zeit gehen musste und die damals boomende Handelsmetropole des Britischen Empire bot ihm deutlich mehr Kundschaft als die rückständige Berglandschaft in der Bukowina mit ihren ganzen Ziegen und Babuschkas.

Aber zugegeben: Es ist immer leicht einen Wandel zu beschwören und ihn dann auch umzusetzen – Dracula haderte immerhin 200 Jahren mit seinem Entschluss zum Umzug. Behaupten und Verwirklichen sind daher immer noch zwei ganz unterschiedliche Prozesse und die Digitalisierung kann in der Tat nicht auf einen Schlag erfolgen. Ein zu schnelles Handeln könnte am Ende sogar zu einer inkohärenten IT-Infrastruktur führen, die doppelte Kosten verursacht. Daher haben wir fünf Fragen für Sie zusammengestellt, die Sie beantworten müssen, wenn Sie dem eigenen HR-Albtraum entfliehen wollen. So können Sie nicht nur zielgerichtet auf Herausforderungen in der digitalen Bürokommunikation reagieren, sondern auch anderen Szenarien des Personalmanagements begegnen:

  1. Wie kann ich Prozesse flexibilisieren?

Vor allem durch Cloud-basierte Talent-Management-Lösungen kann Ihr Unternehmen effektiv dabei unterstützt werden, schneller auf sich abzeichnende Trends zu reagieren, so wie dies bei Cornerstone beispielsweise viermal im Jahr geschieht. Auf diese Art wachsen Ihre Lösungen auch stets flexibel mit den jeweiligen Anforderungen mit.

  1. Stehen solche flexiblen Lösungen der Standardisierung im Weg?

Nein, denn Standards setzen, heißt nicht automatisch Grenzen zu setzen. Gut abgestimmte Standardisierungsprozesse entlang der Profile Ihrer Zielgruppen schaffen hingegen Freiräume. Es stimmt zwar, dass durch die immer komplexeren Digitalisierungsprozesse, Ihre Mitarbeiter sich z.B. entsprechend spezialisieren müssen – aber statt aus einem Pool an Generalisten zu schöpfen, gilt es, sich mit den spezialisierten Gruppen auseinanderzusetzen. Und standardisierte Prozesse schaffen dabei den Raum für die HR, um genau auf eben jene individuellen Bedürfnisse der Zielgruppen eingehen zu können.

  1. Aber sorgt die Software nicht dafür, dass ich den Anschluss bei der praktischen Umsetzung verliere?

Im Gegenteil: Software hilft Silodenken und Kirchturmpolitik aufzubrechen! Um Insellösungen durch inkohärente Software bei gleichzeitigen Doppelstrukturen zu vermeiden, müssen daher die einzelnen Bereiche im Sinne eines ganzheitlichen Talent-Management-Ansatzes zusammengeführt werden. Einheitliche Softwarelösungen verschaffen Unternehmen somit den nötigen bereichsübergreifenden Überblick und ermöglichen es gerade den Anschluss nicht zu verlieren.

  1. Wie gehe ich mit meiner Belegschaft um?

Mitarbeiter in der Industrie 4.0 befinden sich in einem permanenten Onboarding-Prozess in Bezug auf neue Situationen und Inhalte. Entsprechend muss auch die Weiterbildung angepasst werden. Im Vordergrund stehen Lernformate wie eLearnings oder Social-Collaboration-Tools, die Lerninhalte in allen Formen und überall verfügbar machen. Wissen kann auf diese Weise aufgenommen werden, wenn es benötigt wird und gleichzeitig geteilt und multipliziert werden. Es gilt also vom Lernen on Supply zum Lernen on Demand.

  1. Welche Prozesse darf ich auch nicht außer Acht lassen?

Vor allem lokale Standorte werden künftig stärker vernetzt arbeiten und sich ins große Ganze einfügen. Künftig werden so globale Teams noch stärker als jetzt virtuell miteinander kooperieren. Unternehmen müssen daher ebenfalls in neue Formen der Kommunikation und Kollaboration investieren, um den Managementebenen das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben, virtuelle Teams zu koordinieren und zu führen. Das bedeutet auch ein stärkeres Zusammenspiel von HR und Führungskräften. Fazit: Vernetzung auf allen Ebenen!

Sollten Sie zum Abschluss entgegen aller wissenschaftlichen Belege auch ein Problem mit übergroßen Fledermäusen vor Ihrem Bürofenster haben, hier fünf Mittel des Parapsychologen van Helsing, die ebenfalls Abhilfe schaffen könnten: Weihwasser, Knoblauch, Silber, Kruzifixe (oder wahlweise andere christliche Symbolik) sowie ein guter, solider Holzpflock mit geschärfter Spitze.

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