Deep Learning: Eintauchen in die neue Welt des Learnings
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Deep Learning: Eintauchen in die neue Welt des Learnings

Future of Work

Deep Learning: Eintauchen in die neue Welt des Learnings

January 29, 2018 Sascha Grosskopf

Die Gründe, warum Learning oft nicht effektiv ist, sind vielfältig. Zu der Praxisferne mancher Entwickler gesellen sich häufig falsche Inhalte, fehlende didaktische Ansätze und mangelnde Vorbereitungen. Dabei entscheiden Wissen und Kompetenz über den Erfolg eines Unternehmens. Wo also muss nachjustiert werden?

Wo einst Öl und Steinkohle die Rohstoffe des Industriezeitalters waren, avancieren Daten und deren Auswertung heute zu den Elementen des digitalen Informationszeitalters. Die Unternehmen sitzen mittlerweile auf diesen großen Datenbergen und fragen sich, wie diese effizient genutzt werden können. Es mag paradox klingen, doch trotz aller Wissenschaften, gab es in Deutschland bis vor kurzem noch keine spezifische Ausbildung, die Informatik und Statistik mit Fokus auf Datenanalyse verzahnte. Freilich gab es bereits Analytiker im Bankenbereich und der Versicherungsbranche, die sich mit Kapitalmärkten oder Altersvorsorgetarifen auseinandersetzen, doch die Industrie 4.0 ging bisher sehr auf Distanz, was die Auswertung der Datenbestände anbelangte.

Dies ändert sich nun mit der hohen Nachfrage nach Datenanalytikern, dabei sind die meisten „Datenanalysten“ heute noch immer meist Quereinsteiger aus den zuvor genannten Branchen, weil Fachexperten rar gesät sind. Mittlerweile wurden in Deutschland deshalb 23 Studiengänge eingerichtet, die sich der Analyse von Big Data verschreiben. So startete an der Ludwig-Maximilians-Universität in München im letzten Wintersemester der deutschlandweit erste Studiengang „Data Science“. Unter den Ausbildungsberufen kommt immerhin der mathematisch-technische Softwareentwickler den Anforderungen der Unternehmen am nächsten, doch die Lehre wurde erst 2007 zugelassen. Bis die nötigen Jahrgänge an gut ausgebildeten Datenanalysten auf breiter Front in den Arbeitsmarkt starten, ist bei den meisten Firmen daher Improvisation gefragt. Wie lange es dauert, bis das deutsche Bildungssystem die Nachfrage der Industrie an geeigneten Analytikern bedienen kann, wird von verschiedenen Seiten unterschiedlich beurteilt. Bislang gibt es nur eine niedrige dreistellige Zahl an nötigen Ausbildungsplätzen in diesem Bereich. Was können Unternehmen bis dahin tun? Wie kann das bisherige Personal entsprechend gefördert werden? Eine Antwort auf diese Fragen gibt die LEARNTEC 2018.

Allianz zwischen Learning und Performance-Management

Die LEARNTEC zeigt den Unternehmen dabei viele innovative Tools und Software-Lösungen mit denen die Skills der Belegschaft im eigenen Haus weiterentwickelt werden können. In Bezug auf die „Data Scientists“ behelfen sich Unternehmen aufgrund mangelnden Nachwuchses mit Quereinsteigern. Diese müssen jedoch erst im eigenen Hause für die neue Materie entsprechend ausgebildet werden. Über das hauseigene LMS werden viele junge Nachwuchstalente aus den Bereichen wie IT, Mathematik, Physik oder Ingenieurswissenschaften. Um vor allem junge und motivierte Mitarbeiter für solch fachspezifische Themen wie Datenanalyse gewinnen zu können, bietet die LEARNTEC viele Neuheiten. Nicht nur Modifikationen der üblichen Verdächtigen wie E-Learning oder Gamification, sondern auch „Virtual Classrooms“, „Smart Media“ oder E-Tutoring.

Einer der heißesten Trends ist dieses Jahr jedoch Deep Learning, welches gerade für Industrieunternehmen interessant sein dürfte. Deep Learning bezeichnet dabei eine Klasse von Optimierungsmethoden künstlicher neuronaler Netze, die zahlreiche Zwischenlagen zwischen Eingabeschicht und Ausgabeschicht haben und dadurch eine umfangreiche innere Struktur aufweisen. Deep Learning stellt auf diese Weise einen Algorithmus des maschinellen Lernens dar, der sich selbst den Nutzungsbedingen des Users anpasst und verwendet dafür eine Reihe hierarchischer Schichten, um selbst die kompliziertesten Prozesse durchzuführen.

Aber egal welche Form des Learnings, es kommt immer darauf an, dass es strategisch mit der Performance sowie der Nachfolge- und Karriereplanung zu vernetzt wird, um einen aussagekräftigen Wertbeitrag messen zu können, der über den üblichen „Nachweis erfolgreicher Teilnahme“ hinausgeht. Entscheidend ist, ob die aufgenommenen Lerninhalte auch einen signifikanten Erfolg bringen und von den Mitarbeitern praktisch angewendet werden können. Daher sollten in Zusammenarbeit mit den Line Managern gezielte KPIs entwickelt werden, welche die angebotenen Learning-Inhalte und die möglichen Erfolge der Mitarbeiter messbar machen, beispielsweise auf der Basis eines Punktesystems. Dadurch lässt sich zugleich analysieren, welche Learnings welchen Erfolg bieten. Boni wie Amazon-Gutscheine bei Erlangung einer bestimmten Punktzahl oder eine transparente Rangliste zwischen den Teilnehmern fördern dabei Motivation am Lernerfolg.

Kuratierter Content und Netflix-Style

Ein Beispiel für mitarbeiterorientiertes LMS ist Cornerstone Learning. Es vereinfacht die Arbeitsschritte mit einer neuen, personalisierten Oberfläche, einschließlich visuellem Surfen von Kursen und prädiktiven Suchvorgängen, die alle dazu bestimmt sind, das Training intuitiver zu gestalten, Inhalte zu erforschen und etwas Neues im eigenen Tempo zu erlernen. Die neue digitale Lernoberfläche unterstützt zusätzlich verschiedene Arten des Content-Managements. Neben dem manuellen Support von Kursen durch Administratoren, kann das System automatisch Muster identifizieren und den Usern Kurse auf der Basis ihrer Interessen empfehlen. Diese Präferenzen werden durch Cornerstones Lern-Algorithmus synchronisiert. Das System erkennt zusätzlich auch die besten Lernpfade, um die Mitarbeiter dabei zu unterstützen, ihre Ambitionen weiterzuverfolgen.

Zu den neuen Learning-Tools gesellt sich auch die Funktion des sogenannten Cloud-Sharing, welches Co-Browsing ermöglicht. Die User können so untereinander visualisiert kooperieren und Seminare in Echtzeit absolvieren. Die Nutzer werden auch in der Lage sein, Live-Trainings abzurufen und sich mit Kollegen zu verbinden, die ähnliche Lerninteressen teilen. Ähnlich wie das Spotify-Modell können Mitarbeiter ihre eigenen Seminar-Wiedergabelisten auch mit professionellen und proprietären Kursen sowie informellen Lerninhalten von außerhalb des Systems erstellen, wie beispielsweise relevante Artikel oder YouTube-Videos.

Wer all diese Innovationen live erleben, kann sich die neusten Entwicklungen in Halle 1, Stand E50 der LEARNTEC ansehen. Denn das Beispiel rund um die mangelnden Datenanalysten für die Industrie zeigt, wie gefragt unternehmensinterne Weiterbildung vor allem im Bereich Digitalisierung ist, wenn die Bildungsinstitutionen den Bedarf noch nicht decken können.

About Sascha Grosskopf

Sascha Grosskopf is Head of the EMEA Fieldmarketing team at Cornerstone OnDemand, he is a digital leader, story teller, presenter and well known in the HR-Tech space - he knows how HR can make the big change for organisations.

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