HR 2018: Das Personalwesen wird endlich volljährig!
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HR 2018: Das Personalwesen wird endlich volljährig!

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HR 2018: Das Personalwesen wird endlich volljährig!

January 15, 2018 Michael Grotherr

18 Jahre sind seit der Digitalisierung vergangen. Wie ist das HR-Business seitdem daran gewachsen? Wir schauen zurück, wie das Personalmanagement im Informationszeitalter laufen lernte und welche Herausforderungen noch auf es zukommen.

Der Eintritt ins 21. Jahrhundert war nicht einfach nur ein zeitlicher Umbruch im Kalender, sondern auch der Beginn einer neuen Ära, der symbolische Anfang des digitalen Informationszeitalters. Und seit dem Millennium sind nun exakt 18 Jahre vergangen. Die digitalisierte HR wäre damit volljährig und von nun an für ihr Handeln selbst verantwortlich. Viele Unternehmen behandeln die digitale HR aber immer noch wie ein unmündiges Kind. Ein Großteil der Organisationen sieht den Kern der HR-Arbeit weiterhin bei der Abwicklung der administrativen Tätigkeiten statt mit der Hilfe von Cloudbasierten Softwarelösungen prozessorientierte Entscheidungen für das Business zu treffen. Rund 60 Prozent der Arbeitsabläufe werden beispielsweise immer noch auf reine Administration verschwendet anstatt sich um die hochqualifizierten Talente zu kümmern und eine ganzheitliche Personalstrategie zu entwickeln.

Die Hot Topics für 2018

Dabei hat die HR längst bewiesen, dass sie kein Kind mehr ist: Ob von der Lohntüte zur Payroll oder von der FAZ-Stellenanzeige zum Online-Multiposting, vom Mitarbeiterjahresgespräch zu agiler Bewertung: Die HR ist erwachsen geworden und muss eigene Entscheidungen fällen. Die modernen HR Tools sind nun der entscheidende Mind-Change, der aus den Umbruch einen Aufbruch macht; jene Trends, die 2018 für das Personalmanagement wichtig werden:

  • Forcierung auf PaaS (Platform as a Service)
  • ERP wird endlich Talent Centric
  • Learning im Netflix-Style
  • Develop Your Own Content

Forcierung auf PaaS: PaaS bezeichnet eine Cloudumgebung, die eine Plattform für die Entwicklung von Anwendungen im Internet bereitstellt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung der gewünschten Applikation. Es ist nicht notwendig, die dafür benötigte Infrastruktur im Bereich Hardware und Netzwerk zu legen, und auch auch die Administration dieser Systeme entfällt – somit entfallen langfristig Wartungskosten, da externe Anbieter die Plattform instandhalten.

ERP wird endlich Talent Centric: Konsolidierung und Flexibilisierung sollen miteinander vereint werden. Noch vor zehn Jahren war der Markt für Talent Management von Best-of-Breed-Anbietern dominiert, die separate Softwarelösungen für ERP (Enterprise-Resource-Planning) bei großen Unternehmen bereitstellten. Durch diese Insellösungen haben sich jedoch viele Mehrfachstrukturen herausgebildet, die entweder erst kostenintensiv miteinander vernetzt werden müssen oder überhaupt nicht kompatibel mit anderen ERP-Softwaremodulen sind. Daher setzt sich auch in der technischen Entwicklung ein neuer Trend durch, der klassische ERP-Ansätze, Core HR und HRIS ersetzen wird. Denn statt viele Ressourcen in die Administration zu pumpen, müssen die Lösungen sich direkt am Human Capital Management ausrichten. Talent Centric stellt damit letztendlich ein System zur Qualitätssicherung und Mitarbeiterzufriedenheit dar. Dies bedeutet auch, dass Komponenten wie Track Performance Metrik, Post Jobs Openings oder Streamline Compensation ohne Nachjustierung holistisch implementiert werden können.

Learning im Netflix-Style: Moderne LMS vereinfachen die Arbeitsschritte mit einer neuen, personalisierten Oberfläche, einschließlich visuellem Surfen von Kursen und prädiktiven Suchvorgängen, die alle dazu bestimmt sind, das Training intuitiver zu gestalten, Inhalte zu erforschen und etwas Neues im eigenen Tempo zu erlernen. Die neue digitale Lernoberfläche unterstützt verschiedene Arten des Content-Managements im Stil von Netflix. Neben dem manuellen Support von Kursen durch Administratoren, wird das System automatisch Muster identifizieren und den Usern Kurse auf der Basis ihrer Interessen empfehlen.

Develop Your Own Content: Teams können sich auf unterschiedlichen Kontinenten befinden und die Kommunikation über Web-Tools und Videochat-Applikationen lösen. Geografisch gesehen ist es daher nicht mehr notwendig, Entwicklerteams am Standort zu vereinen. Mitarbeiter können heute mit Hilfe von Smartphones und Tablettes einfach eigene Lerninhalte schaffen und teilen. Knowledge Sharing ist endlich zu Wirklichkeit geworden.

Auch wenn die digitale HR ihre Reifeprüfung gemeistert hat, steht sie gerade erst am Anfang ihrer Gesellenjahre. Man kann seine Mündel eben nicht ewig an der kurzen Leine halten, die Zeit des Aufbruchs ist gekommen. Jetzt gilt es der HR zu helfen, ein erwachsenes Mitglied der digitalen Informationsgesellschaft und zum strategischen Partner der Unternehmen zu werden.

About Michael Grotherr

Michael Grotherr is Vice President for Sales in Central Europe at Cornerstone OnDemand since 2017. He works from Munich and has extensive and detailed industry knowledge regarding strategic leadership, corporate development and human capital management, which he has... mehr

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