Micro Learning: Lernen in kleinen Häppchen
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Micro Learning: Lernen in kleinen Häppchen

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Micro Learning: Lernen in kleinen Häppchen

July 26, 2018 Geoffroy De Lestrange

Weiterbildung kostet Zeit, die viele im Arbeitsleben nicht erübrigen können. Ein innovatives Lernkonzept verspricht Abhilfe: Beim Microlearning werden Inhalte in kurzen Lernepisoden von fünf bis zehn Minuten vermittelt. Doch was steckt hinter diesem Ansatz? Kann Microlearning Sie, Ihre Kollegen und Mitarbeiter wirklich nach vorne bringen?

In schnelllebigen Zeiten wie diesen, sind Stunden und Minuten eine wertvolle Ressource, die es zu verwalten gilt. Das trifft ganz besonders auf das berufliche Umfeld zu. Je mehr in kurzer Zeit geschafft wird, desto produktiver und gewinnbringender ist ein Unternehmen - so die Logik. Neben dem zeitlichen Faktor mischt der digitale Wandel zusätzlich viele Unternehmen auf. Denn durch die Digitalisierung verändern sich Prozesse und berufliche Rollen zunehmend. Programme übernehmen Teilaufgaben und durch die Kopplung von Maschinen mit Software werden Informationen offengelegt, die vorher im Verborgenen lagen.

Die Folge: Berufliche Anforderungen werden komplexer und Mitarbeiter sind gezwungen, sich den veränderten Prozessen im Betrieb schnell anzupassen. Um Mitarbeiter auf den Weg in die digitalisierte Berufswelt mitzunehmen, gerät innerbetriebliche Weiterbildung somit vermehrt in den Vordergrund. Dabei gibt es seit kurzem einen neuen Ansatz, der verspricht, Lernbedarf mit sogenanntem Microlearning schnell zu decken. Dabei werden Inhalte in kurze Einheiten von fünf bis zehn Minuten eingeteilt. Diese kleinen Lernepisoden werden auch als Nuggets bezeichnet. Mehrere Nuggets können zusammen eine Lektion und mehrere Lektionen wiederum ein gesamtes web-basiertes Training ergeben. Das Konzept an sich ist nicht neu. Grafiken, Poster, Spiele, Simulationen und Webinars, vermitteln allesamt Inhalte in Kurzform, so wie Microlearning. Dass das auch funktioniert, zeigt Youtube. Tutorials gehören dort zu den meist geklickten Videos. Sie sind oft kurz und erklären vom Baumhausbau über Make-up-Applikation und Reifenwechsel alles, was Menschen verschiedenster Art zum Dazulernen animiert. Damit Microlearning aber effektiv ist, braucht es digital aufbereitetes Lernmaterial. Das ist zwar kein Muss, doch durch die Kürze der Lern-Nuggets bieten sie sich geradezu für flexibles Lernen auf verschiedenen Endgeräten an. Zudem lassen sich Lernphasen mit digital verfügbarem Material problemlos in den Alltag integrieren. Wartezeiten und kurze Pausen können so beispielsweise gefüllt werden. Mitarbeiter geraten damit in die Lage sich selbstständig Inhalte und Konzepte anzueignen und das orts- und zeitunabhängig. Das heißt auch die Angebote sind mobil und offline verfügbar.

Flexibles Lernen unabhängig von Zeit und Ort

Damit das Konzept aufgeht, dürfen die Inhalte jedoch nicht zu komplex und müssen in sich abgeschlossen sein. Das Lernmaterial sollte also alle nötigen Fakten zu einem Thema enthalten und selbsterklärend, motivierend und ansprechend an das Thema heranführen. Das Material kann dafür vielfältig gestaltet werden, etwa durch Videos, Audiomaterial und Texte mit anschließendem Quiz zur Überprüfung. Den Lernerfolg direkt zu überprüfen stellt sicher, dass Mitarbeiter Inhalte verstehen und verinnerlichen. Dabei können auch Foren, Frage-Antwort-Systeme und FAQs unterstützen. Außerdem sollten Lernziele definiert und der Lernfortschritt verfolgt werden. Das kann beispielsweise per Lernmanagementsystem geschehen. Wird all dies beachtet, ist Microlearning eine gute Form der Weiterbildung. Es eignet sich insbesondere für akut benötigtes Wissen, wie im Falle von Maschinenbedienung und -wartung. Doch auch für andere Inhalte wie Fremdsprachen, die sich episodenhaft aufteilen lassen und Stück für Stück erlernbar sind, eignet sich Microlearning. Cornerstone arbeitet auf diesem Gebiet bereits mit zahlreichen Partnern wie Grovo, Skillpill, Ej4 und Microlearn zusammen, die das Potenzial von kleinen Lernhäppchen nutzen.

Feedback muss instant erfolgen!

Zusammengefasst zeigen sich die Stärken des Konzepts eindeutig durch die Kürze der Lerneinheiten und die Abrufbarkeit von überall zu jeder Zeit, wodurch sich Warte- und Fahrzeiten überbrücken lassen. Sind sie zudem spielerisch und motivierend aufgebaut, eignen sie sich auch als Auflockerungsübung und können Abwechslung in den Berufsalltag bringen. Zusätzlich ist die Software durch ihren modularen Aufbau kleinteilig zu updaten. Denn bei Aktualisierungen muss nicht das gesamte Programm, sondern lediglich einzelne Nuggets neu bespielt werden. Die kleinen Lernhappen sind außerdem gut an individuelle Lernstände anpassbar, jeder Mitarbeiter kann sich das raussuchen was sie oder ihn interessiert oder was gerade im Arbeitsalltag gebraucht wird und muss nicht erst ein gesamtes Training absolvieren. Durch die sofortige Überprüfung nach Ende der Lerneinheit, wie durch ein Quiz, ist zudem gesichert, dass sich das angeeignete Wissen bei Lernenden festigt und sie es sich korrekt einprägen. Das bedeutet auch, dass sich auf längerfristige Sicht durch mehrere Einheiten in Folge größere Lernerfolge einstellen können und kumuliert einem längeren Training gleichkommen.

Hier finden Sie einige gute Beispiele für Microlearning auf Youtube:

Eine Lektion Ukulele: https://www.youtube.com/watch?v=cZIV-1WJXYs

Eine Lektion Origami: https://www.youtube.com/watch?v=Ux1ECrNDZl4

About Geoffroy De Lestrange

Associate Director Product Marketing EMEA at Cornerstone OnDemand

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