Licht aus – Spot an! Lebensläufe über Video Content
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Recruiting

Licht aus – Spot an! Lebensläufe über Video Content

April 24, 2018 Geoffroy De Lestrange

In einem Monat werden mehr Videoinhalte ins Internet gestellt als für das Fernsehen produziert werden. Die Beliebtheit und das Wachstum von Online-Videos hat in den letzten dreißig Jahren rasant zugenommen. Im Jahr 2021 werden 82 Prozent des Internetverkehrs der Verbraucher weltweit aus Videobildern bestehen. Das Medium Film ist zu einem unverzichtbaren Marketingkanal für den Kontakt mit Kunden geworden. Warum also nicht auch für das Recruiting verwenden?

Der erste Schritt einer Recruiting-Kampagne besteht darin, sicherzustellen, dass die Kandidaten von freien Stellen in Ihrer Organisation wissen. Da die meisten Jobsuchen online starten, müssen Sie sich vergewissern, dass Ihre Anzeigen mit den ersten Suchergebnissen geschaltet werden. Sie können sich natürlich für kostenpflichtige Links entscheiden, aber auf lange Sicht wird dies sehr teuer werden. Sie können jedoch ähnliche Ergebnisse erzielen, indem Sie den Inhalt optimieren: Mit dem Einsatz von Videos - ein wertvoller Verbündeter der HR. Mithilfe von Teasern und Kurzfilmen können Sie das Publikum für Ihr Unternehmen gewinnen. Das Medium Film wird zum perfekten Partner für Firmen, die potenzielle Kunden und Talente auf sich aufmerksam machen wollen.

Eine größere Reichweite und zunehmende Interaktion

Google besitzt einen speziellen Reiter für Videos, die dann bei den Suchergebnissen angezeigt werden. Die Suchmaschine verwendet einen Algorithmus, der die Zeit misst, die ein Benutzer auf einer Website verbringt. Je länger Besucher auf einer Website bleiben, desto prominenter erscheint sie in den Suchergebnissen. Infolgedessen besteht eine größere Chance, dass die gesuchte Person Ihre Anzeige sieht. Wenn das ultimative Ziel darin besteht, Stellensuchende zu potenziellen Kandidaten zu machen, sollten Sie daran denken, dass Nutzer 2,6 Mal so viel Zeit auf Videocontent-Seiten verbringen wie auf textbasierten Seiten. Dieser Inhalt kann den Traffic auf einer Website um 80 Prozent erhöhen.

Mehrere Studien zeigen: Je länger der Text, desto weniger wird er gelesen. Schließlich sind ungefähr 90 Prozent der Informationen, die unser Gehirn sammelt, visuell. Bilder werden 60.000-mal schneller als Text verarbeitet. Das erklärt sofort, warum Recruiting-Kampagnen oft nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Die Kandidaten scannen schnell das typische Stück Text, müssen durch die oft lange und eintönige Stellenbeschreibung waten. James McQuivey von Forrester Research entspricht der Marketingwert eines 1-minütigen Videos 1,8 Millionen Wörtern. Darüber hinaus sind Videoinhalte sehr handyfreundlich und da immer mehr Stellensuchende auf ihrem Handy nach Stellenangeboten suchen, eignet sich die Verwendung von Video perfekt für die Einstellung.

Steigern Sie Ihr soziales Image

Wenn ein höheres Ranking in den Suchergebnissen und ein größeres Engagement nicht überzeugend genug sind, ist Social Media ein weiterer Grund. In einem der letzten Beiträge hatten wir bereits erläutert, dass immer mehr Kandidaten auf Facebook oder Twitter nach passenden Stellen suchen. Letztes Jahr haben 500 Millionen Menschen Videos auf Facebook gesehen und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Zum Beispiel erreicht YouTube sehr viele Nutzer im Alter von 18 bis 49 Jahren und 75 Prozent der Manager sehen sich mindestens einmal pro Woche arbeitsbezogene Videos an. Überdies hinaus bieten Videos viel Platz für Kreativität. Die ansprechendsten Filme sind oft erklärend und informativ mit luftigen, lustigen Animationen. Ein solches Video sollte etwa 15 Sekunden dauern, da Kurzfilme oft mehr Aufrufe und Freigaben erhalten als Videos, die 30 bis 60 Sekunden dauern. Recruiting-Videos hingegen dürfen schon etwas länger gehen, aber auch zwei Minuten nicht überschreiten, wie eine Studie der Hochschule RheinMain in Kooperation mit dem Online-Portal Jobware bestätigt, wonach vor allem neben der informativen Stellenausschreibung auch ein paar Einblicke in den Betrieb erfolgen sollten, um die User zu Kandidaten zu machen.

Aber welche Form von Inhalten ist am effektivsten? Obwohl ein professioneller Ansatz wichtig ist, können in manchen Fällen typische YouTube-Videos oder sogar gut gemachte Selfies nützlich sein, weil sie dem Unternehmen einen menschlichen Charakter verleihen. Die hohe Videoqualität heutiger Smartphones macht die Videos authentisch.Ein ansprechendes Video, um potenzielle Kandidaten anzulocken, kann eine kurze Einführung des Regisseurs, ein 30 Sekunden langes Interview mit einem Mitarbeiter, eine "Reportage" eines typischen Tages im Büro oder eine kurze Beschreibung des Jobs beinhalten. Vor allem größere Konzerne wie die Allianz, IBM, AOK oder die ProSieben-Sat.1-Gruppe nutzen bereits ein Video-Recruiting.

Video kills the Interview-Star?

Neben den Vorteilen für Unternehmen sind Videobotschaften auch für Kandidaten von Vorteil. Zusätzlich zum traditionellen „Papier-Lebenslauf“ gibt es seit jüngster Zeit auch Video-Lebensläufe. Jeder kann mit einer Webcam einen Video-Lebenslauf erstellen. Der wichtigste Teil ist die Software, die einfach zu bedienen sein sollte. Dies gibt Kandidaten die Möglichkeit, ihre persönlichen und beruflichen Fähigkeiten zu profilieren und die notwendige Aufmerksamkeit und Neugier zu erzeugen, um ihre Chancen auf den gesuchten Job zu erhöhen. Auch hier kann schon ein Smartphone-Video ausreichen.

Um den Bewerbern bei der Ausformulierung eines Video-Lebenslaufes zu helfen, sollte man einen kompakten Anforderungskatalog stellen. Vermeiden Sie lange Geschichten und sprechen Sie nur über die relevantesten Informationen. Der Aufbau eines Video-Lebenslaufs ist wichtig, weil er etwas über die Kreativität und Originalität des Kandidaten aussagt. Sie können ein Standardvideo in einer simulierten Einstellung bereitstellen oder ein Video mit Fotos und Musik generieren. Es kann formell und ernsthaft oder spontan und humorvoll sein, aber am Ende muss es Ihre Fähigkeiten widerspiegeln und zur Unternehmenskultur passen. Ein Video-Lebenslauf kann besonders für Kandidaten mit wenig Berufserfahrung viel bringen. Durch die kreative Nutzung persönlicher Fähigkeiten erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Vorstellungsgesprächs. Für Recruiter ist der größte Vorteil eines Video-Lebenslaufs die Fähigkeit, einen Kandidaten wie in einer Live-Konversation zu beurteilen, ohne die Formalitäten eines traditionellen Vorstellungsgesprächs. Allerdings hat eine kanadische Studie genau dies als Nachteil genannt, denn in Ihrer Erhebung haben die Wissenschaftler der McMaster-Universität festgestellt, dass Recruiter Kandidaten via Video fast ausschließlich schlechter bewerten als Bewerber in einem traditionellen Gespräch. Die Forscher erklären sich diese Auffälligkeit durch das Fehlen zwischenmenschlicher Interaktionen und das ein Bildschirm in unserer Wahrnehmung immer noch mehr Distanz birgt als ein persönliches Vieraugengespräch. Insgesamt gibt es aber noch sehr wenig Studien zu dem Thema, sodass diese Hypothese noch relativ vage ist. Allerdings kann diesem Problem schnell begegnet werden, indem alle Kandidaten sich über Videobotschaften bei der entsprechenden Firma melden müssen. So können keine Unterschiede zwischen den Bewerbungsformen gemacht werden. Dennoch liegt es dann immer noch bei den Personalern sich alle Kandidaten anzugucken. Bei dummen Antworten einfach vorzuspulen, würde die These der kanadischen Wissenschaftler nämlich nicht nur bestätigen, sondern ist auch schlicht unfair. Auch beim Video-Recruiting müssen alle Bewerber die gleichen Chancen haben.

About Geoffroy De Lestrange

Associate Director Product Marketing EMEA at Cornerstone OnDemand

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