Die Evolution des Talentmanagements
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Die Evolution des Talentmanagements

Talent Management

Die Evolution des Talentmanagements

July 31, 2019 Geoffroy De Lestrange

Um ihr zukünftiges Bestehen und ihr Wachstum zu sichern, müssen Unternehmen ihre Betriebs- und Geschäftsmodelle mit Hilfe neuer digitaler Fähigkeiten transformieren. Mehr denn je sind Firmen in der Pflicht, sich selbst zu erneuern und den damit einhergehenden Bedarf an Kompetenzen und Mitarbeitern zu decken. Welche Rolle spielt hier das Talentmanagement?

Wenn Sie bei Talentwettbewerben wie „DSDS“ oder „Das Supertalent“ Erfolg haben möchten, dann müssen Sie schon entweder eine legendäre Olivenölstimme haben oder einfach nur perfekt ins TV-Trash-Format passen. In der Arbeitswelt können Sie hingegen Ihr Talent unter Beweis stellen, ohne ein Liedchen zu trällern oder sich zum totalen Vollhorst der Woche zu machen. Im Berufsleben jedoch müssen Sie über natürliche Begabungen oder technische Skills verfügen, die zum Erfolg des Arbeitsgebers beitragen. Dort gibt es zwar keine sadistische Jury und kein Publikum, welches sie ausbuht und von der Bühne jagt. Dort gibt es hingegen die HR und das Talentmanagement. Und jeder hat ein Talent oder eine Begabung in der er gut ist. Der springende Punkt ist, ob diese Fähigkeiten auch im Unternehmen erkannt werden.

Werfen wir mal einen Blick zurück in die Zeit als es noch keine Castingshows und Trash-Formate im Fernsehen hab. 1997 trieben noch die Nachtmittagstalkshows als absolute Skandale der Unterhaltungsbranche ihr Unwesen auf dem Bildschirm. 1997 war aber auch das Jahr, in welchem der Begriff Talentmanagement durch einen Bericht von McKinsey geprägt wurde. Von diesem Moment an, war er nicht mehr aus der Unternehmenswelt wegzudenken, denn er rückte erstmals den Mensch und Mitarbeiter als wertvollste Ressource einer Organisation in den Fokus.

Talentmanagement ist eigentlich ein Begriff, der noch nie einer starren Definition unterlag. Das ist auch gut so, da er sich auf diese Weise immer der Entwicklung anpassen kann. Was Talentmanagement vor 20 Jahren war, ist heute nicht mehr das, was man noch 1997 darunter verstand. Während die globale Bedeutung des Begriffs – eine Strategie, die Unternehmen dabei unterstützt, das Beste aus ihren Mitarbeitern herauszuholen – immer im Großen und Ganzen gleich blieb, haben sich der Fokus und die Auswirkungen auf die Mitarbeiter und das Unternehmen verändert.

Was Talentmanagement früher bedeutete

Früher konzentrierte sich das Talentmanagement auf die hochqualifizierten Mitarbeiter in der Organisation und viele Unternehmen nutzten Grid-Systeme, um Leistungsträger zu identifizieren. Eines der beliebtesten Grids ist die 9-Box, die auf Mitarbeiter nach Potenzial und Leistung zugreift, wobei die höchste Leistung und das Potenzial oben rechts und die niedrigste Leistung und das Potenzial unten links verorten wurden. Das Hauptproblem bei diesem 9-Box-System ist, dass mehr Wert darauf gelegt wird, die sogenannten Leistungsträger zu halten und diejenigen mit hohem Potenzial zu maximieren. Wo bleiben dann aber die anderen, deren Potenzial noch nicht erkannt ist? Leider wird diese traditionelle Definition immer noch in ganz Europa verwendet, wie verschiedene von Cornerstone unterstützte Studien zeigen.

Was aus dem Talentmanagement wurde

Talent Management wurde zum Dogma der gesamten Belegschaft und nicht nur von Leistungsträgern und High Potentials. Im Großen und Ganzen kam ein Zustrom von Talentmanagement-Technologie hinzu, die es den HR-Teams ermöglichen sollte, Prozesse zu rationalisieren und Einblicke in ihre Mitarbeiter weltweit zu gewinnen. Viele dieser Plattformen umfassten Self-Service-Funktionen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, auf Informationen zuzugreifen und diese zu aktualisieren, wodurch der Verwaltungsaufwand für die Personalabteilung reduziert wurde. Das HR-Team fühlte sich in die Lage versetzt, die Transparenz seiner Mitarbeiter zu verbessern, indem es ihnen die Möglichkeit gab, für die Zukunft zu planen und die HR-Ziele an den Unternehmenszielen auszurichten. Während die Mitarbeiter jedoch Zugang zu diesen Plattformen erhalten konnten, war die Funktionalität für sie eingeschränkt. Es wurde schließlich zunächst für das HR-Team entwickelt.

Was Talentmanagement heute ist

Die Technologie von heute vereint Talentmanagement

  •  Antworten auf die Bedürfnisse des Unternehmens - und Talenterfahrung
  •  Antworten auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter

Wenn eine Plattform nicht beides tut, kann sie ihren Zweck in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr erfüllen. Das HR-Team erhält durch einen prozessorientierten Ansatz alles, während den Mitarbeitern durch eine nutzerorientierte Plattform eine große Erfahrung geboten wird. KI- und Gamifikationsansätze haben auch dazu beigetragen, Talent-Plattformen zu leistungsstarken Systemen zu entwickeln, die für die Gewinnung, Bindung, Entwicklung und Belohnung von Menschen entscheidend sind. Die Grenzen zwischen internen und externen Mitarbeitern haben sich auf diese Weise verwischt und den Talentpool einer Organisation erweitert. Darüber hinaus hilft eine gut optimierte Automatisierungstechnik neben dem menschlichen Input, Mitarbeiter und Kandidaten mit ungenutztem Potenzial zu begeistern und ihnen so ein Mittel zum Erfolg in der Organisation zu geben.

Was kommt noch auf das Talentmanagement zu?

Die Personaldaten werden immer umfangreicher und standardisierter, was Unternehmen hilft, Talent-Trends zu verstehen und darauf zu reagieren. Darüber hinaus ermöglicht es Unternehmen eine ganzheitliche Sicht auf ihre Mitarbeiter - von der Einstellung bis zum Ruhestand. Es gibt noch mehr zu tun, um die KI durch eine bessere Anwendung der menschlichen Intelligenz smarter zu gestalten, aber mit diesem Anstieg der Daten- und Automatisierungstechnologie können Unternehmen auch das Talentmanagement in großem Maßstab besser personalisieren. Wir dürfen nicht vergessen, dass Menschen mit Menschen arbeiten wollen und die Bewertung und Maximierung der Teamleistung immer wichtiger wird. Es ist klar, dass sich das Talentmanagement weiter entwickeln wird, wenn die Technologie verschiedene Aspekte verbessert. Ihre Mitarbeiter sind vielleicht nicht die Richtigen für „Deutschland sucht den Superstar“, aber jeder Einzelne hat etwas zu bieten, und es liegt an den Unternehmen, dieses Potential zu erschließen.

About Geoffroy De Lestrange

Associate Director Product Marketing EMEA at Cornerstone OnDemand

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