Vereinfachte Prozesse in einer digitalen Welt
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Vereinfachte Prozesse in einer digitalen Welt

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Vereinfachte Prozesse in einer digitalen Welt

August 02, 2016 Sascha Grosskopf

Ein technologischer Wandel ist immer mit großer Skepsis und Argwohn verbunden, da eine komplette Gesellschaft nicht auf einen Schlag homogen umsteigen kann. Bis zum Ersten Weltkrieg galt zum Beispiel das Automobil (oder Kraftdroschke, wie es damals häufig genannt wurde) noch als kühne Modeerscheinung, welches das Pferd als Transportmittel niemals wirklich verdrängen könne. Zur Annahme neuer Technologien gilt es nämlich die Menschen mit klaren Zielvorstellungen und einfachen Lösungen zu begeistern. Keiner wusste das besser als Konrad Zuse, der mit der Entwicklung des Z3 den ersten Computer der Welt konstruiert hatte. Dabei schwebte ihm gar keine Revolution in der Physik und damit die Gründung der IT vor, sondern nur eine Vereinfachung seiner monotonen Arbeit. Denn als Statiker im Bauingenieurwesen waren die Berechnungen seiner Zeit extrem mühselig und Herr Zuse dachte darüber nach, ob er nicht einfach eine Maschine entwickeln könnte, die diese Prozesse automatisiere. Damit legte er den Grundstein für jenes Gerät, über das Sie sicher auch gerade diesen Text lesen.

Der Computer hat mittlerweile längst Einzug in unseren Alltag erhalten – anders sieht es jedoch noch mit der Digitalisierung aus. Es ist kein Geheimnis, dass die Digitalisierung für einen ungeahnten technologischen Wandel steht und vor allem die Unternehmenswelt völlig verändern kann. Richtig eingesetzt kann sie dabei helfen, das Talent Management zu vereinfachen und eine bessere Vernetzung in und zwischen den verschiedenen Abteilungen zu ermöglichen. Allerdings birgt dieser neue Prozess auch die Gefahr, den Fokus bei der Implementierung zu verlieren, da es auch eine schwierige Aufgabe ist, alle Mitarbeiter auf den neuen digitalen Prozess einzuschwören. Hier müssen Entscheidungsträger den Konrad Zuse in sich entdecken.

Einige der häufigsten Probleme bei dieser Entwicklung ist beispielsweise die mangelnde Kollaboration in den unterschiedlichen Abteilungen. So versuchen Angestellte zwar häufig, die Ziele ihrer Abteilung zu erfüllen, vernachlässigen aber den Blick auf das Gesamtprojekt. Viele Prozesse können durchs falsche oder zu rasche Überstulpen neuer Technologien sogar verkompliziert werden. Im schlimmsten Fall findet zwar eine Vernetzung auf technologischer Ebene statt, aber keine Vernetzung unter den Mitarbeitern selbst.

Die Frage lautet also, wie man die Digitalisierung optimal implementieren und gleichzeitig alle Angestellten in den Prozess miteinbinden kann? Auf Grundlage eines Whitepapers von Cornerstone OnDemand weisen zehn Tipps den richtigen Weg durch den HR-Dschungel:

  1. Internalisieren Sie Ihre Unternehmensstrategie – Wie können Sie Ihr Projekt am besten auf die Unternehmensstrategie ausrichten? Kreieren Sie mit Ihrem Team eine Vision und teilen Sie diese mit allen.
  2. Klare Ziele definieren – Schließen Sie konkrete Fakten, Zahlen und Analysen in Ihre Zielvorstellung mit ein und definieren Sie diese als Markierungen auf der Karte auf ihrem Weg zum Ziel des Erfolges.
  1. Auf den Wandel vorbereiten – Keine Angst vor neuen Dingen! Seien Sie ehrlich im Umgang mit Ihrem Team und erklären Sie ihnen ausführlich, welche Herausforderungen und Chancen mit den neuen Technologien auf sie zukommen. Schrecken Sie auch nicht davor zurück, Workshops oder Seminare zu veranstalten, um die Mitarbeiter an die neue Materie heranzuführen.
  2. Treffen Sie klare Entscheidungen – Steuern Sie Ihr Team nicht überstürzt, sondern bestimmend! Identifizieren Sie alle Entscheidungsträger, damit auch Sie immer klare Entscheidungen erhalten und diese entsprechend weiterleiten können.
  3. Bieten Sie eine Lösung an, die von allen gerne angenommen wird – Binden Sie Ihre Kollegen bereits vom ersten Tag an in das Projekt mit ein. Gehen Sie auf deren Vorstellungen ein, um eine optimierte Anwendung zu erhalten. Nur ein paar Klicks zu viel und schon hört Ihnen keiner mehr zu.
  4. Ordnung bewahren – Beim Transfer auf eine neue Technik können durch Probleme bei der Konvertierung immer wieder Daten verloren gehen. Machen Sie daher entsprechende Back-ups oder notieren Sie den genauen Prozessablauf, damit am Ende alles komplett ist.
  5. Einen Schritt vorausdenken – Schauen Sie auch öfter über das enge Korsett des Talent Managements hinweg. Ein vereinheitlichtes System muss zum Beispiel noch lange kein integriertes System sein – vor allem nicht für die Mitarbeiter. Daher alle Aspekte im Auge behalten.
  6. Stakeholder Management – Vergewissern Sie sich, dass alle beteiligten Stellen und Prozesse mit den richtigen Leuten besetzt sind. Vergessen Sie nicht, dass am Ende Ihre Vision das Team beeinflussen soll – nicht umgekehrt!
  7. Testphase vor der finalen Umsetzung – Testen, testen, nochmal testen und vielleicht noch ein Pilotprojekt starten, bevor es zur vollständigen Implementierung kommt. Danach gibt es keinen Weg mehr zurück.
  8. Die Prozesse so einfach wie möglich gestalten!

Am Ende sollten neue Technologie nie als Herausforderung, sondern als Chance betrachtet werden. Daher keine Angst vor einer digitalen Welt. Oder wie Konrad Zuse es mal mit einem Augenzwinkern ausgedrückt hatte:

Die Gefahr, dass der Computer so wird wie der Mensch, ist nicht so groß wie die Gefahr, dass der Mensch so wird wie der Computer.“

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