Schöne Bescherung im Büro
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Schöne Bescherung im Büro

December 10, 2018 Alicia Roy

Bunt funkelnde Lichterketten über dem Schreibtisch, Kekse mampfen und weihnachtliche Lieder zum Mitsingen. Für manche Mitmenschen ist die Vorweihnachtszeit auch auf der Arbeit die besinnlichste Zeit des Jahres – für die anderen eine Vorlage zum Verrücktwerden. Tatsächlich kann das Fest der Liebe dazu genutzt werden, den Teamgeist im Betrieb zu stärken. Genauso gut kann es aber auch gründlich schief gehen. Hier einige Do’s und Don’ts und was sonst noch zu beachten gilt.

Bei der Organisation der Adventszeit klaffen im Büro die Meinungen über die Auslegung von Weihnachten weiter auseinander als der Nord- und Südpol. Für manche Unternehmen ein Muss – für andere eine lästige Verpflichtung. Selbst jene Kollegen, die Weihnachten auf der Arbeit befürworten, haben gänzlich unterschiedliche Auffassungen davon, wie man die schönste Zeit des Jahres begehen sollte. Soll das Gewicht mehr auf klassische Werte mit Jesus Christus gelegt werden oder doch eher das moderne X-Mas-Spektakel mit Santa Claus?

In jedem Fall bietet Weihnachten nicht nur die Möglichkeit, den Teamgeist zu beschwören und die Mitarbeiter besser an das Unternehmen zu binden, sondern auch das vergangene Jahr nochmal Revue passieren zu lassen. Dies bewirkt ein Zusammengehörigkeitsgefühl und die weihnachtliche Stimmung ist der beste Motor zum Austausch von Vertraulichkeiten. Neben einem Firmenjubiläum oder dem runden Geburtstag eines Mitarbeiters ist es die beste Möglichkeit für die Firma sich nicht nur als reiner Arbeitgeber, sondern als vertrauter Partner bei den Werktätigen zu repräsentieren. Daher fünf Do’s und Dont‘s, was man tunlichst machen bzw. unterlassen sollte, damit die Stimmung nicht kippt.

  1. Weihnachtslieder

Do it wrong: Überraschen Sie Ihre Kollegen, indem Sie statt müdem Internet-Radio aus den Stereoboxen des Rechners gleich einen Ghetto-Blaster mit ins Büro bringen und „Last Christmas“ von Wham! Aufdrehen – in Dauerschleife versteht sich. Da jeder den Text kennt, wird sich niemand ausgeschlossen fühlen und sogleich begeistert einstimmen, was für gute Synergieeffekte sorgt. Das hebt die Stimmung im Betrieb auf ein ganz neues Niveau.

Do it right: Ganz ehrlich, niemand kann mehr „Last Christmas“ hören. Niemand! Und laut aufgedrehte Musik lenkt ohnehin von der Arbeit ab. Wer dann noch mitsingt, kann mit einer Rute vom Chef unterm Weihnachtsbaum rechnen. Lediglich in einem geschlossenen Büro sollte Musik auf Zimmerlautstärke gehört werden. Solche musikalischen Perlen sollten eher auf den Abend der Weihnachtsfeier verbannt werden.

Do the Cornerstone-Style: In unserem Londoner Office lassen wir beispielsweise die gesamte Adventszeit Weihnachtsmusik laufen – allerdings in der Küche! Außerdem ist der Sound natürlich nicht zu laut aufgedreht und es laufen verständlicherweise auch andere Lieder als nur „Last Christmas“. Und die Kollegen lieben es.

  1. Glühwein

Do it wrong: Der Weihnachtsmarkt lädt mit seinem bunten Treiben gerade dazu ein, dass der Betrieb geschlossen dort hin marschiert. Um die Bindung zum Unternehmen auch symbolisch zu besiegeln, wird erstmal eine Lokalrunde an Glühwein ausgegeben. Und weil nur die Harten in den Garten kommen, darf es bei einem Umtrunk nicht bleiben. Da der Alkohol leider dafür sorgt, dass das Gedächtnis Lücken aufweisen kann, sollte man möglichst viele Selfies mit dem Smartphone knipsen, um alle Erinnerungen an diese legendäre Nacht aufzubewahren. Teilen Sie diese Erfahrungen, indem Sie die Fotos öffentlich auf Facebook oder Instagram hochladen und Kunden wie Freunde einen exklusiven Blick hinter die durchzechten Kulissen ihres Betriebs erhalten. Dass Sie sich für die nächsten Tage aufgrund ihres Brummschädels krankschreiben lassen, werden Ihnen Ihre Kollegen sicher verzeihen; immerhin waren sie ja so fleißig jeden auf dem Foto zu markieren und für alle Welt sichtbar zu machen.

Do it right: Während der Mittagspause kann man in der Tat gemeinsam mit dem Team über den Weihnachtsmarkt bummeln gehen. Das kommt einem kleinen Betriebsausflug gleich und stärkt obendrein das familiäre Klima. Leckere Schokowaffeln oder gebrannte Mandeln verstehen sich da von selbst. Glühwein sei zwar erlaubt, aber nur in Maßen. Der abendliche Ausgang zum Weihnachtsmarkt sollte eher unverbindlichen Runden vorbehalten sein, wenn Kollegen auf freiwilliger Basis über den Rummel schlendern. Auch hier nicht mit dem Glühwein übertreiben.

Do the Cornerstone-Style: Wir bei Cornerstone haben zudem jeden Freitag ein gemeinsames Lunch. Und zur Weihnachtszeit passen wir das Menü der Speisekarte natürlich entsprechend an. Dazu ist alles schön geschmückt wie auf dem Weihnachtsmarkt, um in Stimmung zu kommen.

  1. Weihnachts-Schnickschnack

Do it wrong: Die ganze Adventszeit über eine Nikolausmütze tragen, Räucherstäbchen anzünden und das Büro mit bunten Lichterketten verkabeln. Das Büro wird sich von einem Arbeitsplatz in einen bunten Zirkus verwandeln und Ihre Kollegen Ihnen für diese gekonnte Motivationsdusche überaus dankbar sein. Für die Perfektionisten im Weihnachtsgeschäft, lässt sich dieser Punkt auch sehr gut mit Punkt Eins kombinieren. Aber echte Profis, die bereits den schwarzen Gürtel in X-Mas besitzen, lassen es sich natürlich nicht nehmen, einen Tannenbaum an der Rezeption aufzupflanzen. Damit es aber keine x-beliebige Tanne vom Markt ist, hat der Kollege weder Kosten noch Mühe gescheut und eine echte Kiefer im Wald gefällt. Das Aroma von Harz und Moos wird die Kollegen genauso erfreuen, wie das herabfallende Buschwerk aus Nadeln und Zapfen.

Do it right: Ein wenig weihnachtlich-winterliche Atmosphäre macht das Büro schön gemütlich und kann zur Motivation auf der Arbeit beitragen. Aber der Schreibtisch ist auch nicht das heimische Wohnzimmer und sollte daher mit Accessoires nicht überfrachtet werden. Auf einen Tannenbaum mit echten Kerzen sollte z.B. schon allein aus Brandschutzgründen verzichtet werden. Selbstgebackene Kekse erfüllen da schon mehr ihren Zweck und beflügelt weiter die familiäre Stimmung im Betrieb.

Do it Cornerstone-Style: Wir haben jedes Jahr einen Desk-Design Contest bei uns im Büro. Eine Jury aus drei Kollegen wählt am Ende den schönsten Arbeitsplatz und der Sieger erhält einen Gutschein. Das lässt sich nicht nur gut mit der Weihnachtsstimmung im Betrieb kombinieren, sondern motiviert die Kollegen und sorgt immer für viel Spaß.

  1. Wichteln

Do it wrong: Beeindrucken Sie Ihre Kollegen und Vorgesetzten, indem Sie für den gesamten Betrieb exotische Geschenke kaufen. Machen Sie auf sich aufmerksam, indem Sie das Preisschild dran kleben lassen – so kann jeder peinlichst genau nachvollziehen, wer wie hoch in Ihrer Gunst steht. Sowas nennt man heute transparente Betriebsabläufe. Ignorieren Sie dabei die errötenden Gesichter Ihrer Kollegen, die sich dabei ertappt fühlen, dass sie selbst keine Geschenke organisiert haben und ergötzen Sie sich stattdessen am Glanz in deren Augen. Sie haben der Belegschaft den Glauben an die Nächstenliebe zurückgegeben.

Do it right: Natürlich sollte auch hier wieder vorher geklärt werden, wer überhaupt beim Wichteln mitmachen möchte, schließlich können sich im Betrieb auch etliche Weihnachtsmuffel befinden. Am besten eine Liste rumgehen lassen, wo sich jeder zum Firmen-Wichteln eintragen kann. Vielleicht auch eine Obergrenze für Preise festlegen, damit es beim Auspacken nicht zu peinlichen Situationen kommt, wie oben geschildert. Unter diesen Gesichtspunkten ist eine firmeninterne Bescherung tatsächlich nicht nur eine lustige Aktion, sondern auch ein Highlight auf der Weihnachtsfeier.

Do to the Cornerstone-Style: Auch wir veranstalten immer ein Wichteln und legen immer eine preisliche Obergrenze von fünf Pfund fest. Der Tag der Bescherung ist einer der Höhepunkte bei unserer Weihnachtsfeier.

  1. Weihnachtsfeier

Do it wrong: Wer sich bei Punkt Eins noch richtig verhalten hat, kann nun aber endlich richtig vom Leder ziehen und die zurückgehaltenen Weihnachtssongs in voller Dröhnung durch die Flure donnern lassen. Bei gelöster Atmosphäre können Sie den Chef auch ruhig mal zur Seite nehmen und ihm alles auflisten, was Sie schon immer gestört hat. Das bringt das Eis zwischen Ihnen und dem Vorgesetzten zum Schmelzen. Und überhaupt: Weihnachten, Neujahr und Urlaub stehen vor der Tür. Eskalation ist angesagt! Je exzessiver, umso besser, schließlich sollen zum neuen Jahr die alten Geister mit einem lauten Knall vertrieben werden. Also eskalieren Sie mal so richtig beim krönenden Jahresabschluss!

Do it right: Natürlich ist die Weihnachtsfeier auch dazu gedacht, sich mal mit dem ganzen Betrieb etwas zu entspannen und auf das vergangene Jahr mit all seinen Erfolgen und vielleicht auch Niederlagen, Stress und Glücksmomenten, Überstunden und Urlauben anzustoßen. Aber ähnlich wie schon bei Punkt Zwei sollte es doch in einem erträglichen Rahmen bleiben. Die Weihnachtsfeier ist eine betriebliche Veranstaltung, kein Junggesellenabschied.

Do the Cornerstone-Style: Wir legen vor allem Wert darauf, dass Weihnachten immer noch ein religiöses Fest ist. Das bedeutet, dass man nicht nur die christlichen Gebräuche pflegt, sondern auch Mitarbeiter, die dem muslimischen, hinduistischen Glauben oder anderen Religionen angehören, nicht ausschließt, sondern mit ihnen gemeinsam feiert. Oft finden sich in deren Glauben ähnliche Feste, die dann im Verlauf des Jahres ebenfalls gepflegt werden sollten.

Wer diese paar Do’s beachtet, sollte einen schönen Jahreswechsel im Unternehmen verbringen können, bevor es für eine besinnliche Zeit nach Hause oder zur Familie geht und man sich im nächsten Jahr wiedersieht. Vergessen Sie bei aller Vorfreude aber nicht die Arbeit zu vernachlässigen und sich eventuell um Weihnachtsgrußkarten für Ihre Kunden zu kümmern. Zum Abschluss noch etwas zum Stichwort Kundengeschenke: Sollten Mitarbeiter Geschenke von ihren Geschäftspartnern oder Kunden erhalten, ist Vorsicht geboten. Präsente bis zu einem Betrag von ca. 40 Euro sind zwar unbedenklich, aber alles, was über diesen Betrag hinaus geht, könnte als Bestechung ausgelegt werden. Das kann eine Abmahnung oder gar Kündigung zur Folge haben. Auch bei kleinen Geschenken ist der Arbeitsvertrag zu beachten. So kann Ihr Arbeitgeber Ihnen grundsätzlich untersagen, Präsente von offiziellen Dritten anzunehmen. Aber vielleicht hat ja stattdessen auch Ihr Chef an Sie gedacht: Wenn Naschkörbe oder Ähnliches im Büro stehen, dürfen Sie ohne Kopfschmerzen zugreifen. In diesem Sinne, frohe Festtage.

About Alicia Roy

With a background in recruitment, Alicia is currently part of the marketing team and helps creating new content as well as building the online brand as a community manager.

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